chirurgisches Lexikon

Umfangreiche Informationen zum Nachschlagen

Infos vor einer Implantation

Wenn eine Implantation in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith Bad Homburg geplant ist, erfolgt im Vorfeld ein ausführliches Gespräch zwischen Zahnarzt und Patient. In diesem vertrauensvollen Gespräch müssen alle Einzelheiten im Zusammenhang mit der geplanten Maßnahme geklärt werden, um dem Patienten Sicherheit bei seiner Entscheidung für die Implantation zu geben.

Die Beweggründe des Patienten für die Implantation stimmen häufig nicht mit den Kriterien überein, die für den Zahnarzt ausschlaggebend für die Empfehlung einer Implantation sind. Daher ist es wichtig, dass sowohl die Motivation als auch die individuellen Vorstellungen, Wünsche und Ängste des Patienten Berücksichtigung finden, um den Erfolg der Behandlung zu gewährleisten. Die Ursachen für den Zahnverlust und die grundsätzliche Einstellung des Patienten zu seinen Zähnen sollten hierbei ebenfalls Beachtung finden. Nur wenn sämtliche Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Behandlung zur Verbesserung der Lebensqualität erfüllt sind, sollte die Entscheidung für eine Implantationsmaßnahme getroffen werden.

Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sowie ihre Mitarbeiter klären den Patienten detailliert über das Krankheitsbild, alternative Therapieformen, aber auch über den Ablauf der Behandlung, eventuelle Risiken und Komplikationen sowie über die zu erwartenden Kosten auf. Je umfangreicher die geplante Maßnahme ist, umso umfangreicher sollte auch die vorherige Beratung ausfallen.

Insbesondere wenn komplizierte implantologische Operationen geplant sind, müssen sowohl der allgemeine Gesundheitszustand als auch die psychische Verfassung des Patienten berücksichtigt werden. Wenn eine psychische Instabilität vorliegt, sollte daher kein implantologischer Eingriff erfolgen und dieser eventuell auf einen späteren Behandlungsbeginn verschoben werden.

Da komplizierter herausnehmbarer Zahnersatz eine gewisse Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit erfordert, nehmen sich Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sowie ihr Team die nötige Zeit, dem Patienten die entsprechende Handhabung ausführlich zu erläutern und anhand von Modellen vorzuführen.

Ablauf der Implantation

Eine Implantation ist ein relativ unkomplizierter Eingriff, der mit einem winzigen Schnitt beginnt und in der Regel schon nach etwa 20 bis 30 Minuten vorbei ist.

Die Operation wird in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg normalerweise ambulant und bei örtlicher Betäubung durchgeführt und verläuft daher schmerzfrei. Wenn aufwendige Knochenaufbaumaßnahmen erforderlich sind oder viele Implantate gesetzt werden, erfolgt der Eingriff oft unter Hinzuziehung eines Anästhesisten unter Vollnarkose.

Um letztendlich das Implantat in die vorbereitete Knochenhöhle im Kiefer einsetzen zu können, sind verschiedene Schritte notwendig. Zuerst wird an der Behandlungsstelle mit einem chirurgischen Messer die Schleimhaut geöffnet und zur Seite geklappt. Danach wird das Implantatbett unter Berücksichtigung der Länge und des Durchmessers des Implantats stufenweise aufbereitet.

Um den Kanal, der das Implantat aufnehmen soll, möglichst präzise nach den individuellen Vorgaben bohren zu können, werden sogenannte Bohrschablonen eingesetzt.

Darüber hinaus können Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sowie ihr Team auf computergestützte Navigationshilfen zurückgreifen, um eine Verletzung der Nachbarstrukturen zu vermeiden.

Die Präparation des Implantatbetts erfolgt mit geringer Drehzahl des rotierenden Instruments und permanenter Kühlung mit physiologischer Kochsalzlösung, um eine Überhitzung des Knochens zu vermeiden. Anschließend wird die Knochenbohrung mit Kochsalzlösung gespült und das sterile Implantat in den Knochen eingeschraubt, in einigen Fällen auch gesteckt.

Nach dem Einsetzen des Implantats wird die Schleimhaut wieder sorgfältig vernäht. Komplikationen und Schwellungen nach der Operation lassen sich bei guter Nachsorge mit kühlen Umschlägen und ggf. Medikamenten weitgehend vermeiden. Selbstverständlich stehen die Mitarbeiter der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith ihren Patienten nach einer Implantations-Operation jederzeit zur Verfügung, falls es zu Schmerzen oder Komplikationen kommen sollte.

Allgemeiner Gesundheitszustand

Ein guter allgemeiner Gesundheitszustand des Patienten ist eine Grundvoraussetzung für eine implantologische Therapie in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem psychischen Allgemeinzustand, dem Kreislauf und der Atmung zu.

Da ein stabiler Kreislauf während des operativen Eingriffs gewährleistet sein muss, sollte im Vorfeld geklärt werden, ob Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen bestehen oder der Patient in der Vergangenheit einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten hat.

Außerdem müssen Angaben zur Atemvolumenkapazität oder eventuell vorliegendem Reizhusten, chronischem Husten oder starker Schleimsekretion eingeholt werden, um Probleme im Zusammenhang mit der Atmung des Patienten während der Operation auszuschließen. Bei einer akuten Atemwegsinfektion muss die Operation auf einen Termin nach der Ausheilung des Infekts verlegt werden.

Auch die allgemeine Persönlichkeitsstruktur des Patienten ist maßgeblich für den Erfolg einer implantologischen Maßnahme. Deshalb sollte der Zahnarzt im persönlichen Beratungsgespräch Informationen zum Lebenswandel des Patienten einholen, z.B. ob er raucht, wie er sich ernährt und welches Verhältnis er im Allgemeinen zu seinem Körper hat.

Es ist wichtig, schon im Vorfeld sicherzustellen, dass er die erforderliche Willenskraft, Geduld und Einsicht besitzt, um sich an die zahnärztlichen Anweisungen zu halten. Beispielsweise kann es aufgrund mangelnder Mundhygiene nach der Operation zu einer Entzündung des Gewebes um das Implantat herum kommen, die unbehandelt zu einer Auflösung des Knochens führt. Auch starkes Rauchen von mehr als 20 Zigaretten am Tag beeinträchtigt den Langzeiterfolg der Therapie, da es zu einer ständigen Minderdurchblutung des Gewebes führt.

Hinsichtlich der psychischen Verfassung ist abzuklären, ob eine Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit besteht, ob Depressionen, Neurosen, Psychosen oder andere Persönlichkeitsstörungen vorliegen und ob diese gegebenenfalls medikamentös behandelt werden.

Wenn es sich um eine umfangreiche Maßnahme handelt, die zum Beispiel mit Knochenaufbau verbunden ist, oder ist eine Narkose vorgesehen, sollte unbedingt eine allgemeinärztliche Untersuchung erfolgen. Bestehen Hinweise auf Erkrankungen im allgemeinmedizinischen Bereich, überweisen Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith den Patienten in der Regel vorsorglich an den entsprechenden Facharzt. Liegt ein solcher Hinweis nicht vor oder ist nur ein kleiner chirurgischer Eingriff geplant, kann auf eine allgemeinärztliche Untersuchung verzichtet werden.

Anamnese vor der Implantation

Eine ausführliche und umfangreiche Erhebung der Krankengeschichte des Patienten ist eine der Grundvoraussetzungen für eine implantologische Therapie. Dieser Anamnese liegen zum einen das Gespräch zwischen dem Patienten und Dr. Nick bzw. Dr. Florian Schnaith und zum anderen die mit Hilfe eines Fragebogens ermittelten Informationen zugrunde.

Um eventuellen Komplikationen vorzubeugen, muss insbesondere berücksichtigt werden, ob Allergien auf bestimmte Antibiotika, Metalle oder Nahrungsmittel vorliegen und Unverträglichkeits- oder allergische Reaktionen aus der Vergangenheit bekannt sind. Außerdem muss abgeklärt werden, welche Medikamente der Patient regelmäßig einnimmt, um mögliche Wechselwirkungen mit Lokalanästhetika auszuschließen.

Man unterscheidet in der Implantologie, wie in allen medizinischen Bereichen, zwischen allgemeinen und lokalen Voraussetzungen. Die Auswertung der gesundheitlichen, psychischen und sozialen Bedingungen gibt Aufschluss darüber, ob und in welchem Umfang ein Eingriff darstellbar ist. Generell sollte eine Implantation nur am gesunden Patienten vorgenommen werden, weshalb eventuell bestehende Grunderkrankungen, insbesondere im Zusammenhang mit Herz, Kreislauf oder Stoffwechsel, ausgeheilt sein müssen. Auch das Blutbild sowie die übrigen labormedizinischen Werte sollten grundsätzlich im Normbereich liegen.

Ältere Patienten und Patienten mit instabilem Gesundheitszustand sollten sich im Vorfeld einer hausärztlichen oder internistischen Untersuchung unterziehen, um Komplikationen durch Unverträglichkeiten oder Störungen der Blutgerinnung auszuschließen.

Diabetikern wurde früher aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr von einer implantologischen Versorgung abgeraten. Heute steht dieser Therapieform nichts mehr im Wege, wenn der Patient optimal eingestellt ist und regelmäßige Kontrolltermine nach der Implantation wahrnimmt.

Neben dem Patientenwunsch entscheidet die Voruntersuchung auch darüber, ob der chirurgische Eingriff unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose erfolgen sollte und ob vorab Beruhigungsmittel empfehlenswert oder gar erforderlich sind, um eventuelle Angst- oder Spannungszustände des Patienten zu mildern.

Eine gewissenhafte Anamnese ist in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg ein wichtiger Bestandteil der Implantationsplanung, da sie maßgeblich das Risiko von Komplikationen während des Eingriffs und in der Einheilzeit verringert und somit die Chance auf einen erfolgreichen Verlauf der Therapie erhöht.

Die Einheilphase

In der Regel ist die Wundheilung nach circa 10 Tagen abgeschlossen und die vorhandenen Nähte können entfernt werden. Abhängig von der Knochenqualität schließt sich eine unbelastete Einheilphase an. Da die Knochendichte von Unter- und Oberkiefer unterschiedlich ist, beträgt die Dauer der Einheilung durchschnittlich 2 bis 3 Monate im Unterkiefer und 5 bis 6 Monate im Oberkiefer.

Das Implantat ist nach dem Einsetzen in den Knochen normalerweise nicht sichtbar und heilt unter der vernähten Schleimhaut geschlossen ein. Dadurch kann direkt nach der Implantation eine herausnehmbare provisorische Prothese eingesetzt und somit eine postoperative Schwellung vermindert oder ganz verhindert werden.

Diese Interimsprothese darf keinerlei Druck auf die über dem Implantatpfosten befindliche Schleimhaut ausüben, um den Einheilungsprozess nicht zu stören oder zu gefährden. Sie wird daher im Labor der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg mit äußerster Sorgfalt und größtmöglicher Präzision angefertigt.

Gerade bei dickerer Schleimhaut empfiehlt es sich, während der Operation eine vorher erstellte Folie zur Verfügung zu haben, anhand derer die Implantationsstelle durch eine Sonde markiert wird. Mit Hilfe dieser Schablone können Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sowie ihr Team die Implantate zur weiteren Versorgung exakt lokalisieren und mit einem minimalen chirurgischen Aufwand freilegen.

Auf einteiligen Implantaten kann die Suprakonstruktion direkt nach der Einheilphase eingesetzt werden. Bei mehrteiligen Implantaten wird das Gewinde des Implantatkörpers nach der Einheilphase wieder freigelegt, um die Implantat-Hals- und -Kopfteile einzuschrauben. Erst dann kann die anhand der individuellen Vorgaben präzise angefertigte Suprakonstruktion eingegliedert werden.

Vorbereitung der Implantation

Nach umfassender Beratung und Abschluss aller erforderlichen Voruntersuchungen und -behandlungen erhält der Patient einen detaillierten Kostenvoranschlag, den er bei seiner Krankenversicherung einreicht. Zu diesem Zeitpunkt liegen alle Röntgenbilder, Kiefermodelle, Schleimhautdickenmessungen und weitere benötigte Unterlagen vor und der Termin für die Operation in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg kann vereinbart werden. Normalerweise werden Implantationen ambulant und unter lokaler Betäubung durchgeführt. Sollte ein umfangreicher Eingriff geplant oder eventuell mit größeren Knochenaufbaumaßnahmen verbunden sein, erfolgt die Operation unter Umständen unter Vollnarkose und Hinzuziehung eines Anästhesisten. In einigen Fällen ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

Bei ängstlichen und besonders angespannten Patienten ist gegebenenfalls die Medikation mit einem leichten Beruhigungsmittel angezeigt, um somit auch Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihrem Team die Arbeit zu erleichtern.

In extremen Fällen kann ein Beruhigungsmittel intramuskulär injiziert werden, um durch die entsprechende Dosis den genauen Eintritt der Wirkung des Medikaments und die Tiefe der Entspannung festlegen zu können. Der Patient bleibt hierbei zwar wach und ansprechbar, ist aber so gelöst und entspannt, dass sich auch ein längerer Eingriff problemlos durchführen lässt. Ein Elektrokardiogramm, kurz EKG, überwacht dabei permanent die Herzfrequenz.

Eine weitere Kontrolle der Herz-Kreislauf-Funktion und der Atmung ermöglicht die Pulsoxymetrie anhand einer Messkappe auf dem Zeigefinger des Patienten. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren zur Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung über die Messung der Lichtabsorption beim Durchleuchten der Haut.

Modellanalyse

Die Modellanalyse gibt gerade bei teilbezahnten oder vollkommen zahnlosen Patienten Aufschluss über die Beziehung der Kiefer zueinander und somit über den Umfang der benötigten Prothese. Hierbei lässt sich nicht nur eine optimale Bisshöhe und -lage berücksichtigen, sondern auch die Platzierung und Neigung der Implantatachsen analysieren. Daher ist die Modellanalyse für eine Implantation unerlässlich.

Um die gesamte Kiefersituation übertragen und dabei ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigen zu können, ist ein Gesichtsbogen unverzichtbar. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, das Kiefergelenksbewegungen simuliert und gleichzeitig die Lage des Oberkiefers im Verhältnis zum Kiefergelenk aufzeichnet. Diese Parameter werden dann zur Auswertung in einen sogenannten Artikulator übertragen.

Eine weitere Maßnahme zur Bissbestimmung und Ermittlung der dreidimensionalen Lagebeziehung von Ober- und Unterkiefer ist die sogenannte Bissnahme. Durch die Berücksichtigung der anhand von Gesichtsbogen und Bissnahme gesicherten Merkmale gewährleistet die Modellanalyse eine präzise Planung implantologischer Maßnahmen.

Die Herstellung von Kiefermodellen erfolgt mit Hilfe zweier Alginatabdrücke, die anschließend mit Gips ausgegossen werden. Diese Kiefermodelle ermöglichen sowohl ein einfaches Ausmessen des horizontalen Knochendurchmessers als auch die Herstellung von Röntgenmessschablonen zur Berechnung der Knochenhöhe im Implantationsbereich.

Implantatbohrschablonen, die die Bohrrichtung für die Implantation vorgeben, lassen sich ebenfalls mit oder ohne eingearbeitete Titanhülsen auf den Modellen herstellen.

Es kann vorkommen, dass extrem lange Brückenanker oder Kronen geplant werden müssen, um eine optimale Kontaktbeziehung von implantatgetragenem Zahnersatz zum Gegenkiefer zu garantieren. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn der Abstand von Ober- zu Unterkiefer aufgrund extrem geschrumpfter Kieferkämme zu groß geworden ist. Daraus resultierende ungünstige Hebelwirkungen sollten möglichst durch eine Erhöhung der Implantatanzahl und eine Verblockung der Kronen miteinander kompensiert werden.

Generell sollte die Höhe des auf dem Implantat angebrachten Zahnersatzes die Länge des Implantats nicht überschreiten, um eine Überlastung der Implantate zu vermeiden. Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sowie ihr Team planen daher sowohl Implantationen als auch die anschließende Versorgung mit Zahnersatz mit äußerster Sorgfalt anhand umfangreicher und präziser Modellanalysen.

Mögliche Alternativen

Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter klären die Patienten, nicht zuletzt im Zuge der Aufklärungspflicht, generell auch über die alternativen Möglichkeiten des Zahnersatzes ohne Implantate auf. Eine Versorgung mit Implantaten, die in den meisten Fällen auch darstellbar ist, bringt natürlich deutliche Vorteile mit sich, da sie dem gesunden Ausgangszustand am nächsten kommt.

Letztendlich muss der Patient selbst entscheiden, ob er eine Versorgung durch festsitzenden Zahnersatz mit oder ohne Implantate oder einen einfachen abnehmbaren Zahnersatz wünscht oder die Zahnlücke sogar unversorgt lassen möchte. Hierbei gilt es, nicht nur die medizinische Notwendigkeit, sondern auch die zu erwartenden Kosten und den zukünftigen Tragekomfort zu berücksichtigen.

Nachdem der Patient ausführlich über die Vor- und Nachteile sowie die finanziellen Unterschiede zwischen einem festsitzenden Zahnersatz und einer herausnehmbaren Prothese oder Teilprothese aufgeklärt wurde, kann geprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine implantatgetragene Zahnersatzversorgung erfüllt sind.

Wenn die Voraussetzungen hierfür gegeben sind und der Patient sich für eine Versorgung durch Implantate entscheidet, erhält er in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg alle erforderlichen ausführlichen Informationen hinsichtlich der Art, Anzahl und Platzierung der geplanten Implantate.

Navigationstechnik

Der Erfolg einer Implantation mit anschließender zahntechnischer Versorgung hängt von der gewissenhaften Planung anhand tomografischer Aufnahmen und modernster Computer-Software ab. In der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg lassen sich mit Hilfe der Computertomografie (CT) oder digitaler Orthopantomogramme (OPG) alle erforderlichen Bereiche des Kiefers darstellen und analysieren.

Die so gewonnenen Computerdaten gewährleisten ein präzises Einsetzen der Implantate. Durch die moderne sogenannte Navigationstechnik kann die implantologische Planung in der Operation genauestens umgesetzt werden. Nicht nur eine Beschädigung empfindlicher Nervgefäße lässt sich hierdurch vermeiden, sondern auch eine Aufklappung der Schleimhaut bei ausreichendem Knochenangebot oder ein Aufschneiden des Kieferkamms zum Einsetzen der Implantate.

Der Implantationsbereich wird mit Hilfe der Navigationstechnologie durch eine rotierende Schleimhautstanze vom Weichgewebe befreit, wodurch eine deutliche Verringerung des postoperativen Wundschmerzes erzielt wird. Gleichzeitig gewährleistet dieses Verfahren eine bessere Verträglichkeit und schnellere Abheilung.

Die Vorteile der modernen Navigationstechnik, wie sie auch in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg Anwendung findet, liegen somit in der verbesserten Präzision und Sicherheit bei der Aufbereitung des Implantatbetts sowie in der optimierten prothetischen Ausrichtung und axialen Belastung der Implantate.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Navigationstechnologie eine hervorragende Orientierung in anatomisch komplexen Gebieten bei gleichzeitiger Schonung von Risikostrukturen bietet. Dies rechtfertigt durchaus die zusätzlichen Kosten für die CT- oder OPG-Aufnahmen und die für eine exakte Bohrerführung erforderliche Navigationsschiene.

Planung und Planungsziel

Grundvoraussetzung für den Erfolg einer implantologischen Maßnahme mit anschließender Zahnersatzversorgung ist eine umfassende und gründliche Planung. Treten bereits in der Planungsphase Fehler auf oder werden relevante Gesichtspunkte nicht ausreichend berücksichtigt, kann dies negative und zuweilen nicht mehr korrigierbare Folgen nach sich ziehen. Eine sorgfältige Planung, wie sie in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg durchgeführt wird, gewährleistet in Hinsicht auf Ästhetik, Haltbarkeit, Funktionalität und Sicherheit des implantatgetragenen Zahnersatzes den größtmöglichen Erfolg implantologischer Therapien.

Zu einer detaillierten Planung und Vorbereitung gehört neben den klinischen Untersuchungen die Auswertung der Modell- und Röntgenanalysen. In komplizierteren Fällen sind gegebenenfalls auch Computertomografien und Spezialaufnahmen erforderlich. Die digitale Volumentomografie ermöglicht in Kombination mit moderner Navigationstechnik eine dreidimensionale Darstellung des Kiefers bei gleichzeitiger Reduzierung der Strahlenbelastung.

Auch eine Analyse krankhafter Veränderungen und die röntgenologische Bewertung des vorhandenen Knochenangebots sind für eine langfristige Erfolgsprognose der implantologischen Therapie unerlässlich. Eine vorherige allgemeinärztliche Untersuchung ist immer dann angeraten, wenn Hinweise auf eine allgemeinmedizinische Erkrankung vorliegen oder eine komplizierte oder umfangreiche implantologische Maßnahme geplant ist. Bei den gewissenhaften Planungen implantologischer Eingriffe in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg finden stets die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Patienten Berücksichtigung, der auf Wunsch über die einzelnen Planungsschritte ausführlich informiert wird.

Prothetischer Ablauf

Durch ihre Verwendbarkeit als Träger von Zahnersatz übernehmen Zahnimplantate die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Sie werden im Allgemeinen über ihr Schraubgewinde in den Kieferknochen eingedreht oder einfach eingesteckt. Mit Hilfe sogenannter Abdruckpfosten können die Implantatpositionen nach dem Abdrehen der auf dem Zahnimplantat befindlichen Verschlussschraube abgeformt werden.

Der Zahntechniker der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg fertigt daraufhin ein Gips- oder Kunststoffmodell an, in dem sich ein gemäß den Vorgaben exakt positioniertes sogenanntes Laborimplantat befindet. Anhand dieses Modells, einer Bissnahme sowie einer Gegenkieferabformung und einer Kieferrelationsbestimmung kann der erforderliche Zahnersatz in verschiedenen Arbeitsschritten hergestellt werden.

Gegebenenfalls müssen hierzu mehrere Zwischenanproben im Mund des Patienten vorgenommen werden. Für diese Anprobetermine werden die freigelegten Implantate mit sogenannten Einheilpfosten versehen, die einen Zugang zu den Implantatpfosten ermöglichen, während das Zahnfleisch um das Implantat ungestört ausheilen kann.

Im Gegensatz zu natürlichen Zähnen lassen Implantate keine Minimalbeweglichkeit im Knochen zu. Bereits minimalste Abweichungen führen daher zwangsläufig zu Spannungen im Zahnersatz und somit zu einer verminderten Haltbarkeit. Der implantatgetragene Zahnersatz für Patienten von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg wird deshalb stets mit äußerster Sorgfalt angefertigt.

Um ein Höchstmaß an Präzision zu gewährleisten, werden die erforderlichen, in die Prothese eingearbeiteten Halteelemente bei herausnehmbarem implantatgetragenem Zahnersatz direkt im Mund mit Spezialkleber oder Kunststoff an der Prothese befestigt. Da die Prothese unbedingt einen exakten und druckstellenfreien Sitz aufweisen muss, ist gegebenenfalls eine vorherige Unterfütterung erforderlich.

Schleimhautdickenanalyse

Eine Analyse der Schleimhautdicke ist bei Implantationen in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg ein wichtiger Bestandteil der umfangreichen Voruntersuchungen, denn sie gibt Aufschluss über das vertikale Knochenangebot im Kiefer.

Gerade im Oberkiefer kann ein scheinbar breiter Kieferkamm überwiegend aus Schleimhaut bestehen und nur einen schmalen Knochengrat enthalten. Das Verhältnis liegt im Oberkiefer bei durchschnittlich circa 60 Prozent Schleimhaut zu 40 Prozent Knochen.

Die Grundlage für eine exakte Bestimmung der Knochenbreite bilden die Ergebnisse der Messpunkte über der Kieferkammmitte sowie von Mundinnenraum und Mundvorhof. Diese mit Hilfe einer Sonde bei örtlicher Betäubung ermittelten Messpunkte werden durch eine Folie auf ein Gipsmodell übertragen. Dieses Modell wird dann im geplanten Implantationsbereich aufgeschnitten, um die Schleimhautdicke und das Knochenprofil zu kennzeichnen.

Hierbei handelt es sich zwar um ein zeitaufwendiges Verfahren, gleichzeitig jedoch um eine sehr exakte und aussagekräftige Methode zur Ermittlung des Knochenangebotes, die gegebenenfalls CT- oder OPG-Aufnahmen ersetzen kann.

Die Höhe der für den prothetischen Aufbau freizulegenden Schleimhaut lässt sich bei bereits eingeheilten Implantaten durch metallsensitive Detektoren ermitteln. Anhand dieser Detektoren können Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sowie ihre Mitarbeiter auch die Höhe der Distanzhülsen zur Schleimhautüberbrückung festlegen.

Voraussetzungen für eine Implantation

Grundsätzlich können Implantationen nur bei Patienten vorgenommen werden, deren Knochenwachstum abgeschlossen ist, da künstliche Zahnwurzeln sich nicht an Veränderungen im Kiefer anpassen.

Es sollten schon im Vorfeld alle Erkrankungen ausgeschlossen werden können, die eine Einheilung der künstlichen Zahnwurzel beeinträchtigen könnten. Deshalb muss neben dem Zustand des Kieferknochens auch der allgemeine Gesundheitszustand ermittelt werden.

Besonders bei älteren Patienten und solchen mit Vorerkrankungen ist vor einer geplanten Implantation aufgrund der erforderlichen Betäubungen oder Narkosen eine internistische Untersuchung erforderlich.

Um eventuelle Risiken ausschließen oder zumindest minimieren zu können, muss gerade bei diesen Patienten die gesamte Krankengeschichte bei der Planung einer implantologischen Maßnahme in vollem Umfang berücksichtigt werden.

Unter Umständen empfehlen Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter daher die Hinzuziehung weiterer Fachärzte.

Wie auch in der übrigen zahnärztlichen Chirurgie ist in der Implantologie eine sterile und aseptische Umgebung eine Grundvoraussetzung. Hierzu zählen ein aseptischer Operationsraum, die entsprechend sterile Operationskleidung inklusive Kopfbedeckung, Mundschutz und Handschuhen, die Händedesinfektion und die Sterilisation sämtlicher Instrumente.

In der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg werden die Behandlungskonzepte auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen des Patienten abgestimmt, der von Anfang an in die Implantationsplanung einbezogen ist.

Implantationsmethoden

Implantationen werden in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg generell unter örtlicher Betäubung durchgeführt und sind somit absolut schmerzfrei. Nachdem die Schleimhaut im Implantationsbereich aufgeklappt wurde, kann das Implantatbett stufenweise aufbereitet werden. Hierbei werden jeweils die individuell erforderliche Länge und der Durchmesser des Implantats berücksichtigt, das anschließend eingesetzt wird.

Danach wird das Zahnfleisch wieder vernäht und der Wundheilungsprozess beginnt. Durch äußere Kühlung des Implantationsbereichs und eventuell mit Medikamenten lassen sich Schwellungen oder andere Komplikationen in der Regel vermeiden. Die Wundheilung ist normalerweise nach etwa zehn Tagen abgeschlossen.

Die Dauer der Einheilung des Implantats beträgt circa zwei bis drei Monate im Unterkiefer und fünf bis sechs Monate im Oberkiefer. Dies liegt daran, dass die Knochendichte im Ober- und Unterkiefer unterschiedlich ist. Für die Einheilungsphase erhält der Patient einen provisorischen Zahnersatz.

Bei einteiligen Implantaten kann die Suprakonstruktion direkt nach der Einheilzeit eingegliedert werden. Bei mehrteiligen Implantaten wird zuerst das Gewinde des Implantats freigelegt, danach der Implantathals und das Kopfteil eingeschraubt und erst dann die Suprakonstruktion eingegliedert.

Die geschlossene Einheilung

Bei der geschlossenen Einheilung sind zwei chirurgische Maßnahmen erforderlich. Der zweite Eingriff erfolgt nach Abschluss der Einheilphase, d.h. je nach Ober- oder Unterkiefer nach mindestens zwei bis maximal sechs Monaten.

Das Implantat muss hierbei für die weitere Versorgung wieder freigelegt werden, da die Schleimhaut nach dem Einsetzen dicht vernäht wurde. Vorteilhaft an dieser Methode ist die ungestörte Einheilung des Implantats, da es von äußeren Einflüssen geschützt bleibt. Die Gefahr einer Zahnfleischtaschenbildung ist bei der geschlossenen Einheilung ebenfalls nicht gegeben.

Außerdem ermöglicht dieses Verfahren optimale Aufbauten für den Zahnersatz, der direkt nach der Operation getragen werden kann. Manche Patienten empfinden den zweiten operativen Eingriff als nachteilig. Allerdings erfolgt auch dieser in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg absolut schmerzfrei und schonend.

Die offene Einheilung

Bei der offenen Einheilung überragt der am Implantatkörper sitzende Implantathals die Knochenoberfläche bis auf Höhe des Zahnfleischs. Das Implantat steht somit schon während der Einheilzeit in Kontakt mit der Mundhöhle. Während der Einheilphase bildet sich um das Implantat eine feste Schleimhautbindegewebsmanschette und um den Implantathals ein gewebeartiger Verschluss.

Nach abgeschlossener Einheilphase kann auf den Implantathals aufgeschraubt werden, ohne dass eine zweite Operation notwendig ist. Ein großer Vorteil dieser Vorgehensweise ist die vollständige Ausheilung der Schleimhaut.

Außerdem besteht für Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team die Möglichkeit einer Sofortversorgung, falls Komplikationen auftreten sollten.

Nachteilig wirken sich hierbei jedoch eine erhöhte Infektionsgefahr sowie ein eventuell sichtbarer Implantatrand aus. Durch Kau- oder auch Prothesendruck kann es zudem in der Einheilphase zu einer unerwünschten Belastung des Zahnimplantats kommen.

Kieferknochenaufbau

Nach dem Verlust eines oder mehrerer Zähne beginnt zuerst das Weichgewebe in dem betroffenen Bereich und später auch der Kieferknochen aufgrund mangelnder Belastung zu schrumpfen. Erfolgt dann über einen längeren Zeitraum keine Versorgung der Zahnlücke oder Zahnlücken mit Zahnersatz, kann die Schrumpfung des Kieferknochens so weit fortgeschritten sein, dass zu wenig Knochenmaterial für eine implantologische Versorgung vorhanden ist.

In diesen Fällen muss durch eine spezielle Operationstechnik das erforderliche Knochenvolumen aufgebaut werden, da der Erfolg einer Implantation in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith von einem ausreichenden Knochenangebot im Kiefer abhängig ist. Diese Knochenaufbaumaßnahmen sind generell dann notwendig, wenn der betroffene Kieferkammabschnitt weniger als 5 mm Knochenbreite und weniger als 8 mm Knochenhöhe aufweist.

Kieferknochenaufbau - Der Ablauf

Der Aufbau des Kieferknochens erfolgt entweder mit synthetischem Knochenersatzmaterial oder durch Schaffung eines geschlossenen Hohlraums, in den wie bei einem leeren Zahnfach nach einer Zahnentfernung Knochensubstanz einwachsen kann. Knochengewebe wächst im Prinzip genauso nach wie Weichgewebe, benötigt dafür aufgrund seiner geringeren Stoffwechselrate allerdings wesentlich länger.

In der Regel erfolgen Knochenaufbaumaßnahmen beim Einsetzen der Implantate. Wenn jedoch größere Knochenbereiche ersetzt werden müssen, empfiehlt es sich, erst den Knochenaufbau durchzuführen und die Implantate nach vollendeter Ausheilphase einzusetzen, was nach ungefähr 3 bis 6 Monaten darstellbar ist.

Für kleinere Knochenaufbaumaßnahmen verwendet man normalerweise Knochenspäne aus der Umgebung oder dem Bohrloch des Implantats.

Diese werden mit Hilfe spezieller Hohlzylinderfräsen, den sogenannten Trepanfräsen, oder mit einem Knochenhobel, dem sogenannten Safescraper, einem chirurgischen Instrument zum Entnehmen und Aufnehmen von körpereigenem Knochen, gewonnen.

Hierbei wird zuerst die Schleimhaut und die Knochenhaut abgelöst und dann die Knochenoberfläche in der Spenderregion freigelegt. Anschließend schabt Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith oder einer ihrer Mitarbeiter mit der halbkreisförmigen Schneidefläche des Safescrapers körpereigenen Knochen ab, der in Form von Knochenchips in einem Auffangbehälter gesammelt wird. Die Knochenchips werden aus diesem sterilen Behälter entnommen und in das Empfängergebiet transplantiert, wobei die Implantatoberfläche immer vollständig mit Knochen bedeckt sein muss, damit die oberen Gewindegänge des Implantats nicht freiliegen.

Kieferknochenaufbau - Komplikationen

Wie bei allen chirurgischen Maßnahmen lässt sich auch bei Knochenverpflanzungen das Risiko von Komplikationen nicht vollkommen ausschließen. Wundschmerzen am Tag der Operation sind normal und lassen sich mit Schmerzmitteln lindern. Sofern die Wundheilung unbeeinträchtigt ist, sollten jedoch bereits am Tag nach der Operation keine größeren Schmerzen bestehen.

Wenn sich allerdings der verpflanzte Knochen oder das Knochenersatzmaterial um das Implantat entzündet, wird weiteres Knochengewebe abgebaut.

Das kann dazu führen, dass nicht nur das Implantat, sondern auch das verpflanzte Knochenmaterial entfernt werden muss. In diesem Fall kann eine zweite Operation in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg erst nach abgeschlossener Ausheilung erfolgen, was nach ungefähr 6 bis 9 Monaten darstellbar ist.

Kieferknochenaufbau - Materialien

Für die Gewinnung von Knochenspänen eignen sich als Spenderregion die hinteren Abschnitte des Ober- und Unterkiefers sowie die zum Mundraum liegende Knochenfläche der Kinnregion. Bei der Gewinnung von größeren Knochenstücken mit Hilfe von Trepanbohrern werden diese entweder in einer speziellen Knochenmühle zerkleinert oder mit kleinen Schrauben am Kieferkammknochen fixiert. Solche umfangreichen Knochenaufbaumaßnahmen sind allerdings nur selten erforderlich. In diesen Fällen empfiehlt sich eine Vollnarkose, gegebenenfalls auch ein stationärer Aufenthalt, während kleinere Eingriffe ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Der Vorteil synthetischer Knochenersatzmaterialien liegt in der guten Gewebeverträglichkeit bei gleichzeitigem Ausschluss allergischer Reaktionen. Außerdem ist eine Übertragung von Infektionen ausgeschlossen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass eine zweite Operation zur Knochengewinnung nicht erforderlich ist. Allerdings ist das Verlustrisiko bei synthetischem Knochenersatzmaterial größer als bei körpereigenem Knochen, auch eine vollkommene Umwandlung in Eigenknochen ist nicht gegeben.

Wenn zur Stabilisierung des Knochenersatzmaterials Membranen erforderlich sind, werden diese entweder vernäht oder mit Nägeln oder Schrauben am Knochen fixiert. Sie können sowohl aus synthetischem, nicht resorbierbarem Material, wie Titan oder Teflon, als auch aus resorbierbarem Material bestehen, das sich nach 6 bis 12 Monaten vollständig aufgelöst hat.

Nicht resorbierbare Membranen aus Titan oder Teflon zur Fixierung der Knochenspäne oder des Knochenersatzmaterials müssen 4 bis 6 Wochen nach dem chirurgischen Eingriff wieder entfernt werden. Hierzu ist in der Regel keine weitere Operation und meist keine Anästhesie erforderlich, da die Membran normalerweise freiliegt und leicht herausgezogen werden kann.

Komplikationen während der OP

Blutungen

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch bei Implantatoperationen Blutungen eintreten, die aus verletzten Gefäßen, dem Knochenmark oder aus den Weichteilen erfolgen. Blutungen aus den Weichteilen oder kleine Gefäße innerhalb der Weichteile lassen sich leicht vernähen bzw. abbinden.

Auch Blutungen aus dem Knochen, die beim Aufbereiten des Implantatbetts oder beim Abtragen spitz zulaufender Kieferkämme entstehen können, lassen sich beim Einsetzen des Implantats problemlos stillen. Außerhalb des Implantatbetts können Blutungen aus dem Knochen verbolzt oder mit einem speziellen Knochenwachs abgedeckt werden.

Normalerweise lassen sich Blutungen leicht stillen, sofern keine wichtige anatomische Struktur, wie zum Beispiel eine Arterie, verletzt worden ist. Einen besonderen Risikofaktor bildet allerdings eine Verletzung der sogenannten Arteria lingualis, einer Arterie auf der Unterkieferinnenseite. Hier kann es vor allem dann zu einer Verletzung durch den Implantatbohrer kommen, wenn der Kieferknochen stark unter sich gehend ist und dies in der Implantatachsenstellung nicht berücksichtigt wurde. Dieses Risiko lässt sich durch die präzise Darstellung der inneren Knochenseite des Kieferfortsatzes minimieren. Wenn jedoch trotzdem eine Perforation des Knochens eintritt, muss das verletzte Gefäß sofort abgebunden werden, da im Extremfall eine arterielle Blutung den Mundboden derart anheben kann, dass der Zungengrund nach hinten gedrückt wird und dadurch die Atemwege verlegt werden. Dann muss zunächst die Atmung gewährleistet und anschließend die arterielle Blutung gestillt werden.

Die Gefahr einer Gefäßverletzung aus einer Arterie im Oberkiefer ist dagegen sehr gering. Sie ist lediglich beim Abpräparieren der Gaumenschleimhaut gegeben, da hier eine Verletzung der sogenannten Arteria palatina möglich ist. Hierbei handelt es sich um eine Gaumenarterie, die sich zwischen Kieferkammmitte und Gaumenmitte befindet. In diesem sehr seltenen Fall ist eine Gefäßunterbindung problemlos darstellbar. Auch eine Blutergussbildung kann durch eine Verbandsplatte verhindert werden, da bei Blutergüssen die Gefahr einer bakteriellen Infektion und somit gegebenenfalls einer Abszessbildung besteht, die eine Nachbehandlung mit Antibiotika erforderlich machen würde.

Wenn der Patient blutgerinnungshemmende Medikamente, wie zum Beispiel Marcumar, eingenommen hat, kann dies ebenfalls zu Blutungen während des Eingriffs führen. Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten stellt zwar keine absolute Kontraindikation dar, sie sollte jedoch im Vorfeld der Implantation mit dem behandelnden Internisten abgeklärt und entsprechend abgestimmt werden.

Das Gleiche gilt für Patienten mit erhöhtem Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko, die in vielen Fällen mit Acetylsalicylsäure, kurz ASS, medikamentös eingestellt sind. Diese Patienten weisen aufgrund der thrombozytenaggregationshemmenden Wirkung des Medikaments eine verstärkte Blutungsneigung auf.

Nervverletzungen

Die Gefahr von Nervverletzungen besteht vorwiegend im Bereich des Unterkiefers. Einen besonderen Risikofaktor bildet der sogenannte Alveolarkanal im Unterkieferknochen, in dem neben dem Nerv sowohl Arterie als auch Vene verlaufen. Um hier einer Nerv- oder Gefäßschädigung mit entsprechend starker Blutung vorzubeugen, muss ein Sicherheitsabstand zum Alveolarkanal von mindestens 1 bis 2 Millimetern eingehalten und dies anhand von Zwischenröntgenaufnahmen kontrolliert werden. Bereits im Vorfeld der Operation sollte eine präzise Analyse des über dem Alveolarkanals befindlichen Knochenangebotes im Rahmen der Röntgendiagnostik erstellt werden. Als weitere Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich die Anwendung einer Bohrschablone. Bei einer unvorhergesehenen Kanalöffnung sollte die Implantation abgebrochen oder ein kürzeres Implantat eingesetzt werden, das nicht mit dem Nervkanal in Berührung kommen kann. Ein bereits in den Nervkanal eingesetztes Implantat muss in jedem Fall umgehend wieder entfernt werden.

Im Fall einer eingetretenen Nervschädigung sollte der Patient an eine Klinik mit kieferchirurgischer Spezialabteilung überwiesen werden, um eine mikrochirurgische Nervennaht oder eine primäre Nervrekonstruktion vornehmen zu lassen.

Das sogenannte Foramen mentale ist eine Knochenöffnung auf der Außenseite des horizontalen Astes des Unterkiefers im Bereich der kleinen Backenzähne, in dem der Unterkiefernerv aus dem Knochen in die Weichteile tritt. Da sich der Verlauf des Nervs nicht eindeutig beurteilen lässt, muss auch hier ein Sicherheitsabstand zum Foramen mentale von mindestens 2 Millimetern eingehalten werden.

Beim zahnlosen Kiefer ist im hinteren Bereich, also hinter dem Foramen mentale, meist nur ein unzureichendes Knochenangebot vorhanden. Daher empfiehlt es sich, diese Nervaustrittsstellen im Vorfeld präzise festzulegen, um einer Strukturschädigung vorzubeugen.

Auch eine Nervverlagerung sollte nur in Ausnahmefällen in Erwägung gezogen werden, da es selbst bei scheinbar komplikationslosem Operationsverlauf zu Sensibilitätsausfällen, Gefühlsstörungen in der Lippe, im Kinnbereich und im Unterkieferrandbereich sowie gegebenenfalls sogar zu chronischen Neuralgien, d.h. zu einer schmerzhaften Erkrankung eines Nervs, kommen kann. Trotz exakter Implantatpositionierung mit einem Sicherheitsabstand von 1 bis 2 Millimetern anhand der Röntgendiagnostik kann es in seltenen Fällen nach der Operation zu Gefühlsstörungen im Bereich des Nervs sowie von Kinn, Lippe und Unterkieferrand kommen. Diese entstehen durch den vorübergehenden Druck auf den Nervkanal durch Knochensplitter beim Eindrehen des Implantates oder kleine Blutergüsse, die nach der Operation meist relativ schnell wieder abgebaut werden, womit auch die Gefühlsstörungen nachlassen.

Wenn der Zungennerv, der sogenannte Nervus lingualis, im hinteren Unterkieferabschnitt bei der Präparation des Weichgewebes geschädigt wird, kann dies ebenfalls zu Gefühlsstörungen der Zunge sowie zu gleichzeitigem Geschmacksverlust bzw. Geschmacksbeeinträchtigungen führen. Eine Schädigung des Zungennervs kann durch ein schützendes Instrument bei der Knochenpräparation zwischen dem Weichteillappen und dem Unterkiefer vermieden werden.

Blutungen im Nervkanal oder in den Weichteilen können durch den sofortigen Druckanstieg zu einer vorrübergehenden Kompression des Nervs führen, ohne dass dieser direkt beschädigt ist. Deuten die Symptome allerdings auf eine Nervverletzung hin, so muss der Nerv umgehend dekomprimiert werden.

Eröffnung der Nasen- und Kieferhöhlen

Die Kieferhöhle nimmt oft den Raum der Wurzeln extrahierter Zähne ein, wodurch in der Regel nur wenig Knochen für Implantationen vorhanden ist. Dieses Phänomen nennt sich Pneumatisation. Es verhindert meist den Einsatz der angestrebten Implantatlänge von mindestens 10 Millimetern.

Als Folge dessen sind spezielle Operationsverfahren wie der interne oder laterale Sinuslift erforderlich, um ein Implantat von ausreichender Länge, d.h. mindestens der Länge der späteren Zahnkrone entsprechend, einzusetzen. Beim Sinuslift wird der Kieferhöhlenboden operativ angehoben, indem die Schleimhaut vom Knochen abgehoben und der Zwischenraum mit Knochen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt wird. Wenn eine Anhebung des Kieferhöhlenbodens durch den Sinuslift geplant ist, sollte jedoch bei unklarem Gesundheitszustand der Nasennebenhöhlen vor der Implantation im Oberkieferseitenzahngebiet eine Nasennebenhöhlenaufnahme oder eine Untersuchung der Kieferhöhle durch einen Hals-Nasen-Ohrenarzterfolgen.

Bei einer gesunden Kieferhöhle stülpt sich die entzündungsfreie Kieferhöhlenschleimhaut über das Implantat und verwächst. Dadurch kann das Implantat normalerweise infektionsfrei einheilen, selbst wenn es nur 1 bis 2 Millimeter in die Kieferhöhle hineinragt. Da schraubenförmige Implantate im Gegensatz zu Zylinderimplantaten nicht vertikal abgleiten können, empfiehlt sich ihr Einsatz gerade im Seitenzahngebiet des Oberkiefers.

Ein Durchbohren des Nasenbodens ist bei der Aufbereitung des Implantatbetts äußerst unwahrscheinlich, weil in diesem Bereich ausreichendes Knochenmaterial vorhanden ist und der Nasenboden eine kräftige Struktur aufweist.

Verletzung von Nachbarzähnen im teilbezahnten Kiefer

Gerade bei der Versorgung einzelner Zahnlücken ist aufgrund der engen anatomischen Lagebeziehung zu den Nachbarzahnwurzeln eine Schädigung dieser Wurzeln möglich, die langfristig zum Verlust der Nachbarzähne führen kann.

Um dies zu vermeiden, nehmen Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter stets eine präzise röntgenologische Bestimmung des Knochenangebotes zwischen den Nachbarzähnen vor und erstellen röntgenologische Zwischenaufnahmen zur exakten Positionierung des Implantats. Das Anzeichnen der Längsachsen der Nachbarzahnkronen und das Einsetzen einer Implantatschablone zur Orientierung sind hierbei ebenfalls hilfreich.

Eine mit Schmerzen verbundene Schädigung der Nachbarzähne macht in der Regel eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich. Gegebenenfalls muss eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden, d.h. die Wurzelspitze wird entfernt, um den betroffenen Zahn zu erhalten.

Fehlende Primärstabilität. Die sofortige Stabilität des Implantats nach dem Einsetzen ist Grundvoraussetzung für das Verwachsen des Implantats mit dem umgebenden Knochen. Nur wenn diese sogenannte Primärstabilität gewährleistet ist, kann das Implantat in den Knochen und dieser an der Implantatoberfläche anwachsen, ohne dass es zu einer Abkapselung im Bindegewebe kommt.

Ist die Primärstabilität jedoch unzureichend, kann der Knochen nachpräpariert und gegebenenfalls ein dickeres oder längeres Implantat eingesetzt werden. Eine unzureichende Primärstabilität kann auf eine ungünstige Knochenqualität oder eine schlechte Zentrierung des Implantats zurückzuführen sein. Ebenso kann eine zu hohe Bohrerdrehzahl oder eine Überhitzung beim Bohren in den Knochen eine mangelnde oder fehlende Primärstabilität verursachen.

Wenn das Implantat nach dem Einsetzen in den Knochen beweglich ist, sollte es in der Regel entfernt werden, da in diesem Fall eine Einheilung nicht gegeben ist.

Knochendurchbohrungen (Perforationen)

Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass der Knochen an der Außenseite des Kieferkammes perforiert wird. Dann besteht die Möglichkeit, den freiliegenden Implantatbereich mit einer Membran oder Knochen bzw. Knochenersatzmaterial abzudecken und eventuell ein kürzeres Implantat einzusetzen.

Wird der Kieferkamm allerdings nach innen perforiert, muss das Implantat umgehend entfernt werden. Bei einer kontrollierbaren Blutung kann auch in diesem Fall ein entsprechend kürzerer Implantatkörper eingesetzt werden.

Kieferfrakturen

In Ausnahmefällen kann es im Bereich eines stark geschrumpften Unterkiefers durch das Einsetzen von Implantaten zu spontanen Unterkieferfrakturen kommen. Gerade bei durch den gesamten Unterkiefer laufenden Implantaten ist aufgrund der steigenden Belastung sogar während und nach der Einheilphase eine Kieferfraktur möglich, jedoch äußerst unwahrscheinlich.

In diesem Fall muss das Implantat entfernt und der gebrochene Unterkiefer durch die sogenannte Plattenosteosynthese, eine Überbrückung des Bruchspalts mit Hilfe von Metallplatten und Bohrschrauben, versorgt werden. Eine zweite Implantation mit entsprechend kleineren Implantaten ist dann in der Regel nach ungefähr 9 bis 12 Monaten darstellbar.

Komplikationen nach der OP

Blutergüsse (Hämatome)

Wenn sich nach der Operation ein Bluterguss bildet, ist dieser meist auf eine unzureichende Blutstillung während des Eingriffs zurückzuführen. Aber auch eine unzureichende Kompression auf das Operationsgebiet oder mangelnde Kühlung können Blutergüsse verursachen.

Bei großen Blutergüssen muss das Hämatom geöffnet und abgesaugt sowie eventuell ein Antibiotikum verabreicht werden, da sonst das Risiko einer Infektion des Blutgerinnsels besteht.

Blutungen

Wenn der Wundbereich sicher vernäht wurde, kommt es nach einem implantologischen Eingriff normalerweise nicht zu postoperativen Blutungen.

Sollten nach der Operation trotzdem Blutungen auftreten, so lassen sich diese mit einem Druckverband oder einer Kompresse mit Verbandsplatte leicht unter Kontrolle bringen. Hilfreich sind meist auch Kälteapplikationen, in einigen Fällen können zusätzliche Nähte erforderlich sein.

Postoperative Blutungen können ebenso durch die Einnahme blutverdünnender Medikamente hervorgerufen werden. Daher ist es besonders wichtig, bereits im Aufklärungsgespräch vor der Operation mit Dr. Nick oder Dr. Florian Schnaith abzuklären, ob und in welcher Dosierung der Patient Medikamente, wie z.B. Aspirin, Heparin oder Marcumar, einnimmt.

Implantatlockerung

Eine Lockerung des Implantats in den ersten Wochen nach dem implantologischen Eingriff ist in den meisten Fällen auf eine mangelhafte Bearbeitung des Knochens zurückzuführen. Diese kann durch eine erhöhte Hitzeentwicklung des Bohrers im Knochen aufgrund unzureichender Kühlung oder die Verwendung eines zu stumpfen Bohrers, aber auch durch eine überhöhte Drehgeschwindigkeit oder einen überhöhten Druck der Bohrinstrumente verursacht werden.

Wenn es zu einer Hitzeentwicklung im Knochen aufgrund einer dieser fehlerhaften Maßnahmen kommt, führt diese zwangsläufig zum Absterben und in der Folge zum Auflösen des Knochens, der das Implantat umgibt.

Eine Schädigung des Implantatbetts lässt sich aufgrund der teilweise erheblichen Knochenumbauvorgänge selbst bei einer schonenden Knochenbearbeitung nie vollkommen ausschließen und muss nicht unbedingt durch eine mangelhafte Behandlung verursacht worden sein.

Schlimmstenfalls kommt es zum Nichtanwachsen des Knochens auf der Implantatoberfläche und dadurch zu einer fehlenden Primärstabilität. Das Implantat sollte dann in jedem Fall entfernt werden, um den Knochendefekt möglichst gering zu halten. Wenn die Knochenwunde nach maximal 12 Wochen abgeheilt ist, kann das Implantat erneut eingesetzt werden.

Infektionen

Infektionen lassen sich leicht diagnostizieren, da sie mit Schmerzen, Schwellungen oder Wundsekret einhergehen. Allerdings sind Infektionen nach implantologischen Operationen relativ unwahrscheinlich und kommen nach Eingriffen in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith sehr selten vor.

Wenn es sich um eine Wundinfektion oder Wundheilungsstörung handelt, so kann die Wunde mehrmals täglich mit einer desinfizierenden, entzündungshemmenden Lösung gespült und der infizierte Bereich durch eine Nahtentfernung entlastet werden.

Infektionen können allerdings auch durch eine Entzündung des Knochens verursacht werden, was jedoch nur ausgesprochen selten vorkommt. Dann wären weitere umfangreiche chirurgische Maßnahmen erforderlich.

Äußert sich die Entzündung durch Symptome wie Fieber oder geschwollene Lymphknoten im Kiefer- oder Halsbereich, ist eine Antibiotika-Therapie unumgänglich. Auf jeden Fall sollte der Patient die Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg kontaktieren, wenn Schmerzen oder Unwohlsein auftreten.

Schmerzen

Die Schmerzen nach einem implantologischen Eingriff bestehen in der Regel nur am Tag der Operation und sind nicht größer als bei einer normalen Zahnentfernung. Sie lassen sich leicht durch geeignete Schmerzmittel lindern. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass die meisten Schmerzmittel den Knochenstoffwechsel und somit die Knochenheilung negativ beeinflussen.

Auch auf die Einnahme von Medikamenten wie Aspirin oder Dolomo, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, sollte möglichst verzichtet werden.

Wenn der Patient auch Tage nach der Operation noch akute Schmerzen empfindet, können diese bei einer Implantation im Unterkiefer auf den Druck des Implantats auf den Nervkanal oder sogar auf eine Knochenentzündung zurückzuführen sein. Dann müsste das Implantat umgehend entfernt und gegebenenfalls ein Antibiotikum verordnet werden.

Daher sollte der Patient in jedem Fall die Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg kontaktieren, wenn nach der Operation außergewöhnlich starke Schmerzen auftreten.

Schwellungen (Ödeme)

Das Risiko einer Ödembildung steigt - wie auch bei Blutergüssen - mit dem Umfang und der Dauer des chirurgischen Eingriffs. Daher bemühen sich Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team stets darum, Operationen so kurz und schonend wie möglich durchzuführen.

Unterstützend wirkt die lokale Anwendung von Kälteapplikationen, um einer Schwellung vorzubeugen Außerdem ist die Einnahme von Arnica für die Dauer mehrerer Tage vor und nach der Operation empfehlenswert.

Eine ausgeprägte Schwellung kann zur sogenannten Nahtdehiszenz führen. Wenn sich die Naht öffnet, ist dies für den Patienten unangenehm und meist besorgniserregend, normalerweise jedoch völlig harmlos. In diesem Fall sollten die Wundränder nicht wieder zusammengenäht werden, auch wenn der Knochen dadurch minimal freigelegt wird.

Wie bei Entzündungen muss bei einer Öffnung der Naht die Wunde regelmäßig mit einer desinfizierenden Lösung oder mit Wasserstoffperoxid gereinigt werden.

Nachsorge und Kontrolle

Die professionelle Nachsorge

Die professionelle Nachsorge wird in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg mit besonderer Sorgfalt durchgeführt, da sie nach der prothetischen Versorgung auf Implantatbasis für einen langfristigen Behandlungserfolg von großer Bedeutung ist.

Die Vorstellung, in feste künstliche Zähne investiert zu haben, mit denen man wieder kraftvoll zubeißen kann, täuscht darüber hinweg, dass Entzündungen an Implantaten leichter als bei natürlichen Zähnen entstehen können. Da Implantate im Gegensatz zu natürlichen Zähnen keine Blut- und Lymphgefäße in der Wurzelhaut zur Abwehr bakterieller Infekte besitzen, können diese noch dazu schneller fortschreiten.

Entzündungen an Implantaten verlaufen aufgrund der fehlenden Nerven normalerweise schmerzfrei. Dadurch besteht die Gefahr einer unbemerkten Zerstörung des Kieferknochens, in dem das Implantat verankert ist und der dieses auch bei fortschreitendem Knochenabbau stabil hält. Wenn allerdings bereits zwei Drittel des Knochens durch die Infektion abgebaut wurden, muss das Implantat meist entfernt werden. Dann sind chirurgische Knochenaufbaumaßnahmen mit synthetischem Knochenersatzmaterial oder körpereigenem Knochen möglich. Für eine erneute Implantation sind diese Maßnahmen zwingend erforderlich, wenn der Knochen bereits bis zur Hälfte geschrumpft ist.

Besondere Risiken

Beim Auftreten schwerer Allgemeinerkrankungen und insbesondere bei Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen erhöht sich das Risiko von Infektionen und Wundheilungsstörungen massiv. Daher empfehlen Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter insulinpflichtigen Diabetes-Patienten und Patienten, die körperabwehrunterdrückende Medikamente (Immunsuppressiva) einnehmen, sich einmal im Quartal einer professionellen Kontrolle und Nachsorge zu unterziehen. Bei diesen Patienten kann ein bakterieller Infekt aufgrund der sogenannten Immunsuppression nicht im erforderlichen Maß abgewehrt werden. Das Gleiche gilt für Patienten, deren körpereigene Abwehr geschwächt ist, da sie sich - z.B. im Zuge einer Tumorbehandlung - einer Chemotherapie oder Bestrahlung unterzogen haben.

Periimplantitis

Zahnimplantate können zwar nicht von Karies befallen werden, sie können jedoch eine periodontale Erkrankung aufweisen. Bei dieser sogenannten Periimplantitis handelt es sich um eine Entzündung des Gewebes um das Zahnimplantat herum, die in den meisten Fällen auf mangelnde Mundhygiene zurückzuführen ist. Die Periimplantitis resultiert langfristig im Gewebsschwund des Knochens, der sogenannten Atrophie, und führt somit letztendlich zum Ausfallen des Implantats. Sie kann in der Regel durch eine Chlorhexidin-Therapie erfolgreich behandelt werden. Bei einer rechtzeitigen Periimplantitisbehandlung sollte die prothetische Konstruktion bis zur vollständigen Ausheilung nur provisorisch getragen werden, damit eine eventuell erforderliche Wundbehandlung jederzeit gewährleistet ist.

Eine professionelle Nachsorge und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg, die in dem sogenannten Implantatpass dokumentiert werden, beugen dieser Entwicklung vor und tragen dazu bei, dass durch Bakterien oder Plaque verursachte infektiöse Veränderungen an den Implantaten rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

Eine gründliche Reinigung des Implantats anhand spezieller Zahnsteinentfernungsinstrumente beugt Kratzern oder aufgerauten Stellen und somit der Gefahr weiterer Plaqueansiedlung vor. Außerdem kann eine spezielle Laserbestrahlung des Implantathalses ohne Temperaturentwicklung diesen durch die Schleimhaut tretenden Implantatanteil von Bakterien befreien.

Die Anwendung von Chlorhexidin

Implantate lassen sich durch Chlorhexidin-Spülungen oder auch mit antimikrobiellem Chlorhexidin-Gel chemisch reinigen, wobei das Gel am Implantatrand aufgetragen wird und dort länger verbleiben und einwirken kann.

Bei der sogenannten Mukositis handelt es sich um eine einfache Entzündung, die sich ausschließlich auf die Zahnfleischmanschette um das Implantat beschränkt. Auch die Mukositis lässt sich mit Chlorhexidin-Gel und durch zusätzliche regelmäßige Spülungen mit 0,2%-igem Chlorhexidin-Diglukonat gut behandeln.

Für das Einfügen in die Zahnfleischtaschen um das Implantat empfehlen sich außerdem Chlorhexidin-Chips, wenn die Zahnfleischtaschen schon einige Millimeter tief sind, der Knochen jedoch noch nicht oder kaum geschädigt wurde. Diese selbstauflösenden Medikamententräger-Chips lassen sich schmerzfrei eingliedern und geben über 2 bis 3 Wochen Chlorhexidin in die Zahnfleischtasche ab. Sie haben, ähnlich wie Antibiotika, eine stark keimreduzierende Wirkung, ohne die Gefahr einer Sensibilisierung, Allergisierung oder Resistenzbildung auf bestimmte Keime, wie sie bei der Verabreichung eines Langzeitantibiotikums gegeben ist.

Eine Antibiotikaprophylaxe lässt sich jedoch in der Regel nicht vermeiden, wenn eine Erkrankung der Kieferhöhlenschleimhaut vorliegt oder die Schädigung des Knochens in Verbindung mit der Kieferhöhle steht.

Prothetische Komplikationen

Ästhetische Komplikationen

Abgewinkelte Implantataufbauten gewährleisten einen ästhetisch schönen Außen- und Innenstand. Durch die Abwinklung kann die Zahnachse von der durch den Knochenverlauf vorgegebenen Implantatachse abweichen, wodurch sich ein optimales äußeres Erscheinungsbild erzielen lässt. Für die meisten mehrteiligen Implantatsysteme sind abgewinkelte Implantataufbauten, die auch in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith häufig Anwendung finden, verfügbar.

Generell gewährleisten mehrteilige Implantatsysteme eine bessere Ästhetik im Gegensatz zu einteiligen Implantaten, da bei diesen die Gefahr ungünstiger Implantatpositionen besteht, die eine ansprechende prothetische Versorgung nicht zulassen würden.

Aufgrund funktionell oder bakteriell bedingter Zahnfleischrückgänge können nach einer Implantation langfristig dunkelfarbige Titanränder des Implantathalses sichtbar werden und das Erscheinungsbild negativ beeinflussen. Daher muss bei Implantataufbauten stets darauf geachtet werden, dass deren Schulter weit genug unter dem Zahnfleisch liegt.

Durch die Verwendung von Hochleistungskeramiken lässt sich dieses Risiko ausschließen. Sollte es zum Zahnfleischrückgang kommen, wird hier im Gegensatz zum dunklen Titan höchstens der weiße bis elfenbeinfarbene Keramikaufbau sichtbar. Auch bei Brücken und Kronen auf natürlichen Zähnen lassen sich durch Vollkeramiken oder Kronen mit Keramikschultern statt herkömmlicher Verblendtechnik dunkle Ränder vermeiden.

Wenn der Zahnfleischrückgang so weit fortgeschritten ist, dass im Bereich des Zahnersatzes die Zahnwurzel oder der Implantathals freiliegen, kann eine Abdeckung durch die Transplantation von Schleimhaut oder Schleimhautbindegewebe erfolgen.

Durch regelmäßige Kontrolltermine und Vorsorgemaßnahmen in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg lässt sich Zahnfleischrückgang in der Regel vermeiden oder zumindest erfolgreich behandeln.

Lockerung oder Brüche von Befestigungsschrauben

Selbst minimalste Passungenauigkeiten können bei verschraubten Konstruktionen zur Aufnahme einer Voll- oder Teilprothese zu gravierenden Verspannungen beim Aufschrauben der Konstruktion führen.

Die Befestigungsschrauben, mit denen die prothetische Konstruktion auf dem Implantat fixiert ist, können sich bei extremer Beanspruchung lockern oder sogar brechen. Bei Schraubenbrüchen ist eine Entfernung des gebrochenen Schraubenanteils aus dem Inneren des Implantats nicht immer möglich. Das Implantat kann dann nicht mehr prothetisch versorgt werden, obwohl es inzwischen fest mit dem Knochen verwachsen ist.

Schraubenlockerungen werden fast ausschließlich durch Wechselbelastungen verursacht. Diese Wechselbelastungen können beispielsweise durch sehr große Kronen auf Implantaten mit geringem Durchmesser entstehen, da hierbei die Kauflächenkante unterschiedlich beansprucht wird.

Auch bei zementierten Kronen, die auf einem aufgeschraubten Aufbau fixiert sind, können sich die Befestigungsschrauben lockern. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Schraube des Aufbaus nach dem Entfernen der prothetischen Konstruktion mit einem Drehmomentschlüssel erneut anzuziehen.

Einer Schraubenlockerung lässt sich durch die Versiegelung der Schraubenköpfe mit aushärtendem Kunststoff oder die Verwendung spezieller, in das Schraubengewinde eingebrachter Klebemittel vorbeugen, da hierdurch die Festigkeit der Schrauben erhöht wird.

Sofern kein Herstellungsfehler zugrunde liegt, werden Schraubenlockerungen und -brüche meist durch ungünstige funktionelle Belastungen verursacht. Diese können z.B. auf eine unzureichende Verankerung des Implantats im Knochen oder eine geringfügige Passungenauigkeit der prothetischen Konstruktion, aber auch auf nächtliches Knirschen oder Pressen zurückzuführen sein.

Da Schraubenlockerungen nicht möglich sind, wenn Implantatkopf und Implantatkörper aus einem Stück bestehen, sind einteilige Implantatsysteme natürlich vorteilhaft. In der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg werden alle Patienten, die sich für eine implantologische Maßnahme entscheiden, im Beratungsgespräch ausführlich und umfangreich über die jeweiligen Vor- und Nachteile von ein- und mehrteiligen Implantaten informiert.

Schäden oder Brüche an prothetischer Versorgung

In den meisten Fällen liegt die Ursache für Keramikschäden und sogenannte Ermüdungsbrüche an prothetischen Konstruktionen in einer nicht ausreichenden Dimensionierung oder einer zu ausgeprägten Brückenspanne, die den mechanischen Anforderungen nicht dauerhaft standhält.

Auch durch ein zu geringes Platzangebot kann es zu Abplatzungen an der Keramik kommen. Wenn für den prothetischen Aufbau nur wenig Platz zur Verfügung steht, da aufgrund längerer Zahnlosigkeit die Gegenbezahnung heruntergewachsen ist, kann die Keramik meist nur in geringer Schichtdicke aufgetragen werden. Bei starker funktioneller Belastung, wie z.B. dem nächtlichen Knirschen, kommt es dann oft zum Abplatzen der Keramik oder zu Brüchen des zwangsläufig schwach dimensionierten Brückengerüstes.

Röntgenanalyse

Fernröntgenseitenbild

Im Fernröntgenseitenbild überlagern sich die linke und rechte knöcherne Gesichtshälfte, wodurch es zwangsläufig zu Doppelkonturen kommt. Deshalb ist das Fernröntgenseitenbild zur Röntgenanalyse weniger geeignet als das Orthopantomogramm. Allerdings ermöglicht es eine Beurteilung der Verschiebung des Oberkiefers und Unterkiefers zueinander sowie zusätzlich der Weichteile, also von Lippenhöhe, Lippenschluss und Position der Lippen zueinander.

Der vordere Oberkieferknochen ist im Bereich der Gesichtsmittellinie im Fernröntgenseitenbild sehr gut erkennbar. Dies ermöglicht im zahnlosen Oberkieferfrontbereich eine exakte Ermittlung der Breite des Kieferknochens und somit die Festlegung der Neigung der Implantatachsen. Auch im zahnlosen Unterkiefer lässt sich die Knochenhöhe im Bereich der Gesichtsmittellinie anhand des Fernröntgenseitenbildes genauestens vermessen.

In der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg kommen Fernröntgenseitenbilder daher vorwiegend beim zahnlosen Kiefer zur Bestimmung der Knochenbreite im Frontzahnbereich des Ober- und teilweise auch Unterkiefers sowie zur Festlegung der Lagebeziehung von Ober- und Unterkiefer zu einander zum Einsatz.

Röntgeneinzelbild

Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team können anhand von Röntgeneinzelbildern detaillierte Erkenntnisse über die Nachbarzähne gewinnen. Hierdurch lassen sich nicht nur eventuell vorhandene Karies, defekte Füllungen, Wurzel- oder parodontale Erkrankungen erkennen, sondern auch das Knochenangebot und krankhafte Strukturveränderungen des Knochens oder andere pathologische Veränderungen analysieren. Eine 1:1-Übertragung mit Hilfe der Einzelbilder ermöglicht sowohl die sogenannte Rechtwinkeltechnik als auch die Paralleltechnik, die im Idealfall identische Aufnahmen erzeugen sollten.

Eine noch präzisere Analyse der Einzelbildaufnahmen und somit eine exakte Berechnung der Implantatlänge und des Abstands zu den benachbarten Strukturen gewährleistet der Einsatz eines zusätzlichen röntgenologischen Millimeterrasters. Solche Einzelbilder sind auch während der Operation zur Kontrolle des gebohrten Implantatbetts sinnvoll und daher fester Bestandteil implantologischer Maßnahmen in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg.

Spiraltomografie

Dank der modernen Spiraltomografie stehen Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihrem Team nicht nur umfangreiche Panorama- und Fernröntgenaufnahmen, sondern auch Kiefergelenks- und Kieferhöhlenaufnahmen zur Verfügung. Gleichzeitig lassen sich durch die Spiraltomografie die Querschnitte des Kiefers in verschiedenen Schichtebenen darstellen.

Durch die dreidimensionale Darstellung gewährleistet dieses Verfahren eine präzise Vermessung des Knochenangebotes im Kiefer und somit eine exakte Planung der Implantatgröße. Daher ist die Spiraltomografie gerade in der Implantologie besonders geeignet.

Die komplette anatomische Situation lässt sich durch das digitale Bildgebungsverfahren genauestens beurteilen und analysieren. Außerdem erlaubt es eine detaillierte anschließende Implantatplanung, die anhand einer den Implantatbohrer führenden Schablone während der Operation 1:1 umgesetzt werden kann.

Zusätzlich lässt sich über ein Modul das erforderliche Implantatmodell aus einer umfangreichen Modellbibliothek auswählen und anhand digitaler Aufnahmen transparent und maßstabsgetreu angleichen.

Implantatplanung mit der Spiraltomografie

Zuerst wird durch ein OPT-Gerät eine Panoramaaufnahme angefertigt, die Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihrem Team einen Überblick über das Knochenangebot und noch vorhandene Zähne sowie anatomische Besonderheiten des Kiefers ermöglicht.

Diese Panoramaaufnahme dient der genauen Positionierung der zu erstellenden Querschnittstomogramme. Der Zahnbogen wird hierbei in 44 Einzelbereiche unterteilt, von denen jeder in verschiedenen Schichtdicken aufgenommen werden kann. Auf diese Art und Weise lässt sich der gesamte Zahnbogen exakt abdecken.

Anhand der ermittelten Daten erfolgen dann die virtuelle Implantationsplanung und die Auswahl der digitalen Implantatschablone aus der Modellbibliothek. Gleichzeitig werden die erforderliche Implantatlänge, der Implantatdurchmesser und die Achsrichtung des Implantats festgelegt. Zuletzt werden alle Daten auf eine Operationsschablone übertragen, die den Implantatbohrer während der Implantation präzise in den Knochen führt.

Gegenüber konventionellen Röntgengeräten liegt der Vorteil der Spiraltomografie mit der entsprechenden Software in der dreidimensionalen Darstellung der Kieferquerschnitte. Diese ermöglicht durch die Digitalisierung sowohl Detaildarstellungen, Ausschnittsvergrößerungen und Bildbearbeitungen als auch die Auswahl virtueller Implantatschablonen aus der digitalen Modellbibliothek und somit eine präzisere Implantationsplanung. Durch die 1:1-Darstellung auf dem Bildschirm lassen sich alle benötigten Implantationsparameter ermitteln, wobei nur die relevanten Regionen analysiert und alle übrigen ausgeblendet werden.

Die Bilder schließen eine Über- oder Unterbelichtung aus und sind sofort verfügbar. Vorteilhaft hierbei ist, dass sich die Daten digital transferieren lassen, wodurch während der Operation jederzeit Kontrollbilder erstellt werden können.

Ein weiterer Vorteil liegt in der deutlich geringeren Strahlenbelastung im Vergleich zur Computertomografie (CT) oder digitalen Volumentomografie (DVT). Außerdem kommt den Patienten von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg zugute, dass die Spiraltomografie mit wesentlich geringeren Kosten verbunden ist.

Verhaltensregeln

Verhaltensregeln vor der Operation

Im ausführlichen persönlichen Beratungsgespräch erhalten die Patienten der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg alle notwendigen Informationen und Anweisungen zu den Verhaltensregeln vor einem implantologischen Eingriff. Hierzu gehören die nachfolgenden Empfehlungen:

  • Vor der implantologischen Operation sollte mindestens 6 Stunden nichts gegessen oder getrunken werden, wenn eine Narkose eingeplant ist.
  • Aufgrund der erhöhten Magensaftproduktion sollte auch auf das Kaugummikauen verzichtet und möglichst nicht geraucht werden.
  • Sofern für den Eingriff Medikamente notwendig sind, muss die Einnahme rechtzeitig erfolgen.
  • Der Patient sollte unbedingt eine Rückfahrmöglichkeit organisiert haben, da er nach dem Eingriff nur eingeschränkt am Straßenverkehr teilnehmen kann.
  • Erfolgt der Eingriff unter örtlicher Betäubung kann an diesem Tag normal gegessen werden.

Verhaltensregeln nach der Operation

Die Patienten der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg erhalten alle erforderlichen Informationen und Empfehlungen zu den Verhaltensregeln nach einer Implantations-Operation. Um den Erfolg der implantologischen Maßnahme nicht zu verzögern oder zu gefährden, sollten die ärztlichen Anweisungen strikt befolgt werden. Folgende Verhaltensregeln gilt es zu beachten:

  • Der Patient sollte ungefähr eine Stunde lang auf einen Tupfer beißen, um die Blutung zu stillen.
  • Durch die Kühlung von außen in den ersten Tagen nach der Operation lässt sich eine Schwellung vermindern oder gänzlich vermeiden.
  • Solange die Betäubung anhält, darf aufgrund der Verletzungsgefahr nicht gegessen werden.
  • In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte weder Kaffee oder Tee noch Alkohol getrunken werden.
  • In diesem Zeitraum sollte der Patient möglichst auch auf das Rauchen verzichten, um die Gefahr einer Nachblutung zu reduzieren.
  • Eventuell erforderliche Schmerzmittel sollten nicht auf leeren Magen eingenommen und die Informationen des Beipackzettels beachtet werden.
  • Die erforderlichen Hygienemaßnahmen gilt es ebenfalls strikt durchzuführen. Hierzu gehört vor allem die dreimal tägliche Mund- und Prothesenreinigung mit spezieller Zahnpasta, wobei der Bereich der Operationsstelle vorsichtig ausgespart bleiben muss. Der Mund sollte nach der Reinigung mit klarem Wasser ausgespült und anschließend aufgrund der antibakteriellen Wirkung mit Chlorhexidin-Lösung circa eine Minute lang gespült werden.

was sind implantate?

Zähne bestehen aus den sichtbaren Zahnkronen und aus Zahnwurzeln, die im Kieferknochen verankert sind. Bei Verlust eines oder mehrerer Zähne können Zahnimplantate die Zahnwurzeln ersetzen. Auf diesen neuen Wurzeln kann der Zahnersatz aufgebracht werden. ImplantatFestsitzender Zahnersatz in Form von Kronen und Brücken ist auf Implantaten, wie auch auf natürlichen Zähnen möglich. Fehlen alle Zähne in einem Kiefer, kann ein herausnehmbarer Zahnersatz mit 2-4 Zahnimplantaten (auf Teleskopkronen oder Stegen) fixiert werden. Der Wunsch nach festsitzendem, nicht herausnehmbarem Zahnersatz kann, in Abhängigkeit von der Implantatzahl, erfüllt werden.

Wie sehen Zahnimplantate aus?

Es existieren 275 unterschiedliche Implantatsysteme mit diversen Designmodifikationen, die sich in ihrer Grundstruktur gleichen: eine konische bzw. zylindrische Form mit Schraubwindung charkterisiert die meisten Implantate. Unterschiede bestehen ferner in der Oberflächenbeschaffenheit. Durch Ätzung und Strahlung werden die Titanoberflächen vergrößert, durch spezielle Beschichtungen (Hydroxylapatide. SLA) die Knochenanlagerung verbessert.

Welche Materialien werden verwendet?

Titan. Ist der Implantatwerkstoff der Wahl und wird mit großem klinischem Erfolg inseriert. Reintitane und Titanlegierungen bilden eine Oxidschicht aus und gewähren ein dichtes An- und Einwachsen des Knochens in die Windungen des Implantates (Osseointegration). Das Material ist in höchstem Maße inert, d.h. biokompatibel. Unerwünschte biologische Reaktionen auf dieses Biomaterial sind äußerst selten.

Keramik. Keramische Zahnimplantate (Aluminiumkeramiken) wurden in der Vergangenheit kritisch betrachtet, die biomechanischen Eigenschaften (Keramikbrüche) standen hinter der ebenfalls ausgezeichnetetn Biokompatibilität zurück. Die heute zum Einsatz kommenden Keramiken (Zirkoniumoxyd) zeigen vielversprechende Ergebnisse.

Einheilquoten - Lebensquoten

Die Einheil- und Lebensquotenvon Implantaten werden in Überlebensraten gemessen. Die heutige Implantologie weist ausgezeichnete Überlebensraten auf. Heute werden Ergebnisse von 85 bis 95 % Verweildauer der Implantate nach 10 Jahren erreicht. | W. Knöfler et al | Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Zahnimplantaten.

Behandlungsablauf

Der Behandlungsablauf gliedert sich in der Regel in:

  • Das Vorgespräch
  • die Planungsphase
  • die Operation und anschließende Nachsorgen
  • die drei- bis sechsmonatige behandlungsfreie Einheilzeit
  • die Röntgenkontrolle und Implantatfreilegung

Alle chirurgischen Behandlungseinheiten erfolgen bei uns, die Behandlung nach der Implantatfreilegung in Form der Abformung und Herstellung der Prothetik erfolgt durch Ihren Hauszahnarzt. Wichtig für den Erhalt der Implantate ist die regelmäßige Kontrolle durch Ihren Hauszahnarzt.

Implantate stellen eine segensreiche Innovation dar, die die Zahnmedizin in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig verändert hat. Die Fortschritte in der Implantologie sind rasant und dem ständigen Wandel der Innovation unterworfen. Durch fortwährende Fortbildungen gewähren wir Ihnen stets die bestmögliche Behandlung.

In unserer Praxis werden unterschiedliche Implantatsysteme: (Ankylos®, Astra®, Braenemark®, Nobel Biocare, Frialit®, ITI®/Straumann, Neoss, Semados Bego®, Zimmer®, SIC) verwendet, dies geschieht in gemeinsamer Planung mit Ihrem Hauszahnarzt.

Biologische Verträglichkeit von Titan

Titan gilt im Gegensatz zu den meisten Fremdmaterialien als dauerhaft stabil. Bei der Verwendung von Titan liegt der große Vorteil in seiner Korrosionsfestigkeit, d.h. dass es sich in der Mundhöhle oder im Gewebe nicht auflösen kann und auch in entzündlicher Umgebung nicht angegriffen wird.

Beim Kontakt mit Luft, Wasser oder Gewebe entwickelt Titan an seiner Oberfläche eine Oxidschicht, die sich auch bei Kratzern oder anderen Beschädigungen am Implantat erneuert, indem sich sofort wieder ein Schutzschichtfilm bildet. Das Metall kommt somit bei Eingliederung in das lebende Gewebe nicht in Kontakt mit dem umgebenden Gewebe, weshalb Abwehrreaktionen durch den Organismus ausgeschlossen sind.

Wenn das Gewebe um das Implantat herum stabil und regenerationsfähig ist, findet eine Kontaktheilung mit umgebendem Knochen, Bindegewebe und Schleimhaut statt. Dadurch ist der Kraftschluss auf der Implantatoberfläche, der eine Belastung des Implantats im Kieferknochen durch Kaukräfte ermöglicht, nach beendeter Einheilzeit durch die direkte Anbindung des Implantates an das Knochengewebe gewährleistet.

Eine verbesserte Kraftübertragung ist aufgrund der besonderen Beschaffenheit und Größe der Oberfläche des Implantats gewährleistet. Die zusätzlich erhöhte Stabilität im Knochen ergibt sich durch die Gewindeform des fest eingeschraubten Implantatkörpers. Da sich hierdurch auch die Implantatoberfläche erheblich vergrößert, haben sich schraubenförmige Implantate gegenüber zylinderförmigen Implantaten durchgesetzt.

Implantatoberflächen lassen sich darüber hinaus durch Strahlung mit Sandkorn extrem aufrauen oder durch das Besprühen mit winzigen Titanpartikeln im Lichtbogenverfahren bearbeiten. Beide Verfahren gewährleisten durch die erhebliche Oberflächenvergrößerung und dichtere Verzahnung mit dem Knochen eine Verbesserung der mechanischen Festigkeit des Implantats.

Durch Oberflächenkonditionierung mit Auflagerungen anderer Werkstoffe, durch Säure- oder Laserbehandlung sowie diverse Ätzprozesse kann die Implantatoberfläche zusätzlich aufgeraut und vergrößert werden. Diese Implantatoberflächenbehandlung soll zur beschleunigten Knochenheilung beitragen, ist allerdings besonders anfällig für entzündliche Reaktionen. Deshalb wird in der Regel auf eine durch Titanpartikel aufgeraute Oberflächenbeschichtung zurückgegriffen.

Funktionelle Komplikationen

Zahnlosigkeit im Unterkieferseitenzahnbereich kann dort langfristig zu einer Ausdehnung und Verbreiterung der Zunge führen. Aufgrund einer gestörten Sprachbildung oder auch Bissverletzungen auf der Zunge entstehen daraus oft phonetische Probleme.

Eine Implantation wirkt dem entgegen, weil hierdurch für eine Vergrößerung der Zunge weniger Raum zur Verfügung steht. Wenn sich bereits Sprachstörungen herausgebildet haben, gehen diese in der Regel nach einer Umgewöhnungszeit von wenigen Wochen zurück.

Hat sich hingegen im Oberkiefer ein erheblicher Zwischenraum zwischen dem Zahnfleisch und der Basis der prothetischen Konstruktion gebildet, können dort Luft und Speichel austreten. Auch hieraus ergeben sich teilweise erhebliche phonetische Probleme.

Wenn der implantatgetragene Zahnersatz neben den Zähnen auch Zahnfleisch und Knochen ersetzen muss, da diese aufgrund des Zahnverlusts geschrumpft sind, besteht eine erhöhte Gefahr der gestörten Sprachbildung.

In diesen Fällen empfehlen sich abnehmbare prothetische Konstruktionen, die mit rosafarbenem Kunststoff oder rosafarbener Keramik das fehlende Zahnfleisch ersetzen und dadurch eine bessere Abdichtung bilden.

Eine veränderte Positionierung des implantatgetragenen Zahnersatzes im Gegensatz zu der vorherigen Prothetik kann eine weitere Ursache für phonetische Probleme sein. Dieses Risiko besteht vor allem dann, wenn der Kieferkamm des Oberkiefers so stark nach innen geschrumpft ist, dass auch die Implantate im verkleinerten Oberkieferbogen weiter innen stehen.

Um die spätere Zahnstellung beim Setzen der Implantate zu simulieren, sollte eine sorgfältige Implantationsplanung eine probatorische Zahnaufstellung in Wachs beinhalten. Anhand dieser Probeaufstellung der Zähne lassen sich bereits im Vorfeld die konkreten Vorstellungen und Wünsche des Patienten im Rahmen des medizinisch Machbaren berücksichtigen.

Implantate aus Titan

Aufgrund seiner guten Verarbeitung und Korrosionsbeständigkeit hat sich Titan in der Zahnheilkunde als einzig weitverbreitetes Implantatmaterial durchgesetzt. Es ist inzwischen seit über 30 Jahren weltweit im Einsatz.

Gerade im Knochenbereich setzt man überwiegend unlegiertes Reintitan ein, während zur prothetischen Versorgung durch Implantataufbauten oft Titanlegierungen mit höheren Festigkeitswerten verwendet werden.

Implantate nach Zahnverlust

Karies, Parodontose oder Parodontitis, eine bakteriell bedingte Entzündung, können die Ursache für Zahnverlust sein, aber auch durch schwere Erkrankungen oder Unfälle können Zähne verloren gehen. Um dauerhaft schädliche Folgen zu vermeiden, ist beim Verlust eines Zahnes oder mehrerer Zähne Zahnersatz erforderlich. Dieser Zahnersatz kann mit oder ohne Implantate erfolgen.

Implantate übernehmen als Träger von Zahnersatz die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Die Implantate werden hierzu in den Kieferknochen eingedreht oder eingesteckt. Dort verbinden sie sich innerhalb weniger Monate mit dem umgebenden Knochen zu einer äußerst belastungsfähigen Trägereinheit.

Durch dieses Verfahren wird nicht nur die Stabilität des Zahnersatzes und somit auch der Komfort beim Kauen verbessert, sondern vor allem die Ästhetik aufgewertet. Auch Knochenschwund lässt sich durch den Einsatz von Implantaten vermeiden.

Wenn sich ein Patient für den Einsatz eines oder mehrerer Implantate entscheidet, erhält er von Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihren Mitarbeitern alle erforderlichen umfangreichen Informationen im Zusammenhang mit den verschiedenen zur Verfügung stehenden Implantattypen und der anschließenden prothetischen Versorgung.

Implantattypen

Heute haben sich nach jahrzehntelangen Forschungen auf dem Gebiet der Zahnimplantologie die sogenannten rotationssymmetrischen Implantate durchgesetzt. Aufgrund ihrer Gestaltungsform unterscheiden sich diese in Schrauben oder Hohlschrauben sowie Zylinder oder Stufenzylinder.

Schraubenimplantate haben den Vorteil, dass sie sich durch ihr Gewinde schnell im Knochen festsetzen. Da hierbei nur wenig Knochen nachwachsen muss, verkürzt sich die Einheilzeit erheblich. Auch kommt es selten zu Komplikationen bei der Wund- und Einheilung. Das chirurgische Verfahren ist zudem vergleichsweise einfach und für den Patienten weniger belastend als andere Implantationstechniken.

Man unterscheidet außerdem zwischen einteiligen und mehrteiligen Zahnimplantaten, wobei sich die mehrteiligen Implantate gegenüber den einteiligen durchgesetzt haben. Bei einteiligen Zahnimplantaten ragt der Implantatkopf nach dem Einsetzen aus der Schleimhaut heraus, wodurch sich eine Belastung während der Einheilphase schwerer vermeiden lässt.

Mehrteilige Zahnimplantate bestehen aus dem im Knochen verankerten Körper, dem im Bereich der Mundschleimhaut befindlichen Halsteil und dem die Suprakonstruktion aufnehmenden Kopfteil. Diese drei miteinander verschraubten Teile gewährleisten im Gegensatz zu einteiligen Zahnimplantaten, dass das Implantat während der Einheilzeit nicht belastet wird.

Neben ihrer Gestaltungsform unterscheiden sich Zahnimplantate auch durch besondere Merkmale wie Auskerbungen, Perforationen und Längsnuten, die eine Rotation verhindern sollen. Je nach Ausführung können außerdem oberflächenvergrößernde Effekte oder durch entsprechende Oberflächenbehandlungen tatsächliche Vergrößerungen der Gesamtkontaktfläche zum Knochen auf ein Doppeltes oder Dreifaches erzielt werden.

Somit sind sowohl die Primärstabilität des Implantats als auch die spätere Lastverteilung in den umgebenden Knochen von der Ausführung und Struktur des Zahnimplantats abhängig. Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team berücksichtigen daher jeweils die individuellen Vorgaben und Anforderungen bei der Auswahl des einzusetzenden Implantats.

Implantatwerkstoffe

Man unterscheidet bei den Implantatwerkstoffen zwischen biologischen und nichtbiologischen Substanzen.

Die biologischen Substanzen gliedern sich wiederum in autologe, homologe und heterologe Materialien.

Wenn Gewebe aus dem eigenen Körper eingepflanzt oder verpflanzt wird, wie zum Beispiel implantierte Eigenzähne, Knochen oder Bindegewebe, d.h. Spender und Empfänger sind identisch, spricht man von autologen Materialien.

Wird Gewebe aus dem Körper eines anderen Menschen verpflanzt, wie zum Beispiel Knochen oder Knorpel, d.h. Spender und Empfänger sind nicht identisch, handelt es sich um homologe Materialien. Das Risiko einer Abstoßungsreaktion ist bei der Verwendung homologer Materialien natürlich wesentlich größer. Die Gefahr der Übertragung einer infektiösen Erkrankung, wie zum Beispiel HIV oder Hepatitis, lässt sich zudem nicht gänzlich ausschließen.

Bei der Verwendung von Gewebe, das nicht vom Menschen, sondern vom Tier stammt, spricht man von heterologen Materialien. Auch hier besteht sowohl ein höheres Abstoßungsrisiko als auch die Gefahr der Übertragung von infektiösen Erkrankungen, obwohl sich bei den heutigen Herstellungsverfahren eine Infektion durch Viren oder Bakterien fast völlig ausschließen lässt.

Die nichtbiologischen Implantatwerkstoffe unterteilen sich in mineralische Werkstoffe wie Glas oder Keramik, Metalle und Legierungen sowie Kunststoffe oder Naturstoffe.

Diese Werkstoffe sind unter dem Begriff "alloplastische Materialien" zusammengefasst. Ihr Vorteil liegt in der Sterilisierbarkeit und leichten Verarbeitung bei relativ niedrigen Kosten. Bei allen nichtbiologischen Stoffen besteht außerdem eine sehr gute Gewebeverträglichkeit bzw. Biokompatibilität.

Die nichtbiologischen Stoffe sind bezüglich ihres jeweiligen Verwendungszwecks individuell zu bewerten. In der Vergangenheit wurden neben Metallen und Metalllegierungen auch Keramikwerkstoffe sowie Gläser und Glaskeramiken als Implantatwerkstoffe verwendet. Sie konnten sich jedoch aufgrund ihrer niedrigen Bruchzähigkeit und allgemein schlechter mechanischer Eigenschaften nicht durchsetzen.

Über eine sehr gute mechanische Festigkeit und hohe Biokompatibilität verfügen lediglich Keramiken aus Zirconiumdioxid. Diese sind aufgrund ihrer zahnähnlichen Farbe für die Anwendung im Mundbereich besonders geeignet. Da beim Durchtreten des Implantatpfostens keine metallischen Verfärbungen durch das Zahnfleisch sichtbar sind, bieten Zirconiumdioxid-Keramiken eine ästhetische Optik im Bereich des Zahnfleischrandes.

Zwar haben sich Keramiken aus Zirconiumdioxid in der zahnärztlichen Implantologie als Aufbaupfosten für Implantate bewährt, sie konnten sich jedoch gegen das Titan als weltweit bedeutendsten Implantatwerkstoff nicht durchsetzen.

Materialanforderungen

Implantationsmaterial muss in erster Linie unschädlich sein. Darüber hinaus muss es sowohl biologisch als auch mechanisch geeignet sein.

Das bedeutet unter anderem, dass es antigenfrei sein muss, d.h. es darf das biologische System des Empfängers nicht chronisch belasten oder gar Krebszellen auslösen.

Außerdem muss es über die erforderlichen physikalisch-mechanischen Qualitäten verfügen und darf weder atoxisch noch radioaktiv sein.

Mechanische Verträglichkeit von Titan

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Titan aufgrund seiner physikalischen und mechanischen Eigenschaften für die Herstellung hochwertiger Dentalimplantate qualifiziert. Es ist ein extrem bruchfester, solider Werkstoff, der zudem äußerst zäh und dehnbar ist. Dadurch kann er sich bei Überlastung verformen, was ihn gegen Schlagimpulse in gewissem Maße unempfindlich macht. Seine Festigkeit entspricht der von rostfreiem Stahl und beträgt ein Mehrfaches von harten Knochen. Dies ermöglicht die Herstellung auch relativ schlanker Implantatkörper.

Trotzdem kann es bei starker funktioneller Belastung oder dauerhafter Wechselbelastung zu Implantatbrüchen kommen. Diese lassen sich meist auf Materialermüdung und daraus resultierende Rissbildungen zurückführen. Allerdings kann einem Bruch des Implantats in der Regel vorgebeugt werden, da sich durch die Überlastung zunächst meist die Schraube lockert, die den Zahnersatz mit dem Implantat verbindet.

Unschädlichkeit von Titan

Die Unschädlichkeit von Titan gilt nach heutigem Stand der Wissenschaft als erwiesen, weil es sich bioinert verhält, d.h. es kommt zu keinen chemischen oder biologischen Wechselwirkungen zwischen Implantat und Gewebe.

Da Titan nach seinem Einsatz sofort eine unlösliche, die Kontaktfläche überziehende Oxidschicht bildet, die die Freisetzung von Metallionen verhindert, werden keine toxischen Substanzen freigesetzt.

Auch eine Abstoßungsreaktion des Körpers findet nicht statt, denn die minimalen abgelösten Titanpartikel werden vom körpereigenen Abwehrsystem reaktionslos in der Leber oder der Milz abgelagert.

Vorteile von Implantaten

Eine Versorgung mit festsitzendem, herausnehmbarem oder einer Kombination aus festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz kann auch auf Implantaten oder durch Ergänzung eingesetzter Implantate erfolgen. Bei Einzelzahnverlust muss nur jeweils ein fehlender Zahn, ggf. an mehreren Stellen im Kiefer, durch ein Implantat mit darauf aufsitzender Krone ersetzt werden, ohne dass ein Abschleifen der Nachbarzähne erforderlich ist.

Darüber hinaus bietet die Verwendung von Implantaten folgende Verbesserungen:

  • Das Abschleifen der natürlichen Zähne für die Aufnahme von Kronen und Brücken sowie eine Neuanfertigung bereits vorhandener Kronen und Brücken auf den Nachbarzähnen können vermieden werden.
  • Unter Verwendung der notwendigen Anzahl von Implantaten kann herausnehmbarer Zahnersatz vermieden und stattdessen in festsitzenden Zahnersatz umgewandelt werden.
  • Herausnehmbarer Zahnersatz kann bei der Verwendung von Implantaten sehr verkleinert werden und gewährleistet eine Verbesserung des Halts und der Abstützung und somit ein problemloses Abbeißen, Kauen und auch Sprechen.
  • Bei teilbezahnten Kiefern können zusätzliche Implantate verhindern, dass durch lange Prothesensättel bedingte, starke Hebelkräfte die vorhandenen Restzähne lockern.
  • Durch Parodontitis vorgeschädigte Restzähne lassen sich durch ausreichend dimensionierte Implantate stabilisieren.
  • Durch die funktionelle Krafteinwirkung bleiben bei Implantaten die natürlichen Gewebsstrukturen und somit die Gesichtsproportionen erhalten.
  • Eine Vorbeugung gegen Knochenschwund und eine natürliche ästhetische Optik sind gewährleistet.

Der Einsatz von Implantaten empfiehlt sich gerade bei der Versorgung mit Zahnersatz im zahnlosen Kiefer, da nur auf diesem Wege ein kräftiges Abbeißen und Kauen sowie ein deutliches Sprechen und somit eine starke Verbesserung der Lebensqualität gewährleistet sind. Der Tragekomfort, der sich an der Anzahl der eingesetzten Implantate bemisst, kann im Gegensatz zu einer herausnehmbaren Vollprothese, die oft schmerzhafte Druckstellen verursacht und regelmäßig angepasst werden muss, wesentlich verbessert werden.

Da Unterkieferprothesen häufiger Probleme bereiten, werden Implantate öfter im zahnlosen Unterkiefer als im Oberkiefer eingesetzt. Während im Unterkiefer zwei bis vier Implantate ausreichen, sind aufgrund der weicheren Knochenstruktur im Oberkiefer mindestens vier bis sechs Implantate erforderlich. Eine Prothese kann bei der Verwendung von sechs bis acht Implantaten allein auf diesen abgestützt werden. Somit kann kein Knochenabbau stattfinden, da eine Belastung der Kieferkämme entfällt.

Zur Stabilisierung und besseren Prothesenverankerung können die Implantate über Stegverbindungen miteinander verbunden werden. In einigen Fällen ermöglicht die dadurch gewährleistete hohe Stabilität sogar eine sofortige Belastung.

Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team informieren ausführlich und individuell im persönlichen Beratungsgespräch über die verschiedenen Möglichkeiten, die der Einsatz von Implantaten bietet.

Voraussetzungen für Implantate

Bei Implantaten im teilbezahnten Kiefer unterscheidet man zwischen der Versorgung von Schaltlücken oder einer Freiendsituation.

Freiendsituation

Eine Freiendsituation liegt vor, wenn die fehlenden Zähne die letzten in der Zahnreihe sind, also hinter den fehlenden Zähnen keine Zähne mehr vorhanden sind. Um die bei einer Freiendsituation, die sowohl auf einer als auch auf beiden Seiten gleichzeitig bestehen kann, fehlenden Zähne festsitzend zu ersetzen und somit herausnehmbaren Zahnersatz zu vermeiden, ist eine Versorgung durch Implantate unumgänglich. Auch in diesem Fall müssen die endständigen Zähne nicht beschliffen werden. Wie bei Schaltlücken ist auch bei Freiendsituationen eine implantatgetragene Brücke einer Hybrid- oder Verbundbrücke vorzuziehen. Aufgrund der Beweglichkeit der natürlichen Zähne im Gegensatz zur festen Verankerung eines Implantats ist hier bei der Versorgung durch eine Verbundbrücke ein Teilungsgeschiebe, das trotz starrer Verblockung noch Mikrobewegungen zulässt, erforderlich.

Schaltlücken

Wenn mehrere Zähne nebeneinander fehlen, endständig aber mindestens noch ein Zahn vorhanden ist, spricht man von großen Schaltlücken. Während eine Versorgung großer Schaltlücken von mehr als zwei Zähnen durch eine festsitzende Brückenkonstruktion oft nicht darstellbar ist, können hier Implantate als Brückenpfeiler eingesetzt werden, auf denen dann die Brücke befestigt wird. Sofern hierfür keine natürlichen Zähne, sondern ausschließlich Implantate verwendet werden, handelt es sich um eine implantatgetragene Brücke. Wenn sowohl natürlicher Zahn als auch Implantat als Pfeiler einer fest installierten Brücke dienen, spricht man von einer Hybridbrücke oder Verbundbrücke. Da Implantate jedoch im Gegensatz zu natürlichen Zähnen keine Bewegung zulassen, ist dieses Verfahren nur bedingt empfehlenswert. Ein weiterer Vorteil implantatgetragener Brücken ist, dass die angrenzenden Nachbarzähne nicht abgeschliffen und später keiner Überbelastung ausgesetzt werden müssen. Der Knochen bleibt vollständig erhalten und eine verbesserte Optik ist gewährleistet.

Spezielle Techniken

Wenn der Kieferkamm für die Aufnahme von Implantaten zu schmal ist, kann er unter Einsatz spezieller Techniken verbreitert oder gedehnt werden.

Eine dieser Maßnahmen wird als "Bonesplitting" bezeichnet. Hierzu wird der Kieferkamm durch schmale Sägeschnitte präpariert und verbreitert, indem die entstehenden Spalträume mit Knochenspänen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden. Somit handelt es sich tatsächlich um eine "Knochenspreizung". In den meisten Fällen lässt sich dieser relativ unkomplizierte Eingriff gleichzeitig mit dem Einbringen der Implantate durchführen.

Ein weiteres Verfahren zur Steigerung der Stabilität der Implantate ist das sogenannte "Bone Pushing" oder auch "Bone Condensing". Der Knochen wird hierbei mit speziellen klopfenden Instrumenten verdichtet und somit verfestigt. Diese Maßnahme kann im Oberkieferseitenzahngebiet oder auch im Frontzahngebiet erforderlich sein, da hier der Knochen oft relativ weich ist.

Beim Verlust von Backenzähnen im Oberkiefer kann es vorkommen, dass der Kieferkamm zu niedrig für die Aufnahme von Implantaten wird, weil sich die Kieferhöhle nach unten ausdehnt. In diesen Fällen kommt der sogenannte Sinuslift zur Anwendung, wobei man zwischen internem und lateralem Sinuslift unterscheidet. Wenn eine zusätzliche chirurgische Stabilisierung der eingesetzten Implantate notwendig ist, besteht die Möglichkeit, kleine Metallschienen mit Knochenschrauben am Kieferknochen und am Implantat zu fixieren.

Oft ist eine prothetische Versorgung nur schwer darstellbar, z.B. wenn bei massiven Knochen- oder Kieferdefekten durch angeborene Fehlbildungen oder Unfälle und dem Verlust mehrerer Zähne Prothesen keinen Halt finden.

Auch in diesen Fällen ist in der Regel eine Implantatversorgung möglich. Hierzu sind allerdings im Vorfeld oft umfangreiche Knochenaufbaumaßnahmen oder Knochenrekonstruktionen erforderlich, die in speziellen Kieferkliniken stationär durchgeführt werden sollten.

Der interne Sinuslift

Der INTERNE SINUSLIFT ist ein Verfahren, bei dem der Kieferhöhlenboden von der Implantatbohrung aus angehoben wird. Die Schleimhaut der Kieferhöhle wird dabei gelöst und ohne Schädigung nach oben gedrängt. Dadurch entsteht ein Hohlraum zwischen Schleimhaut und Kieferkamm, der mit körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden kann.

Eine Sinuslift-Maßnahme ist bei einer Knochenkammhöhe von mindestens 4 mm gleichzeitig mit dem Einsetzen der Implantate möglich.

Der laterale Sinuslift

Beim sogenannten LATERALEN SINUSLIFT sind zwei operative Eingriffe erforderlich. Bei diesem Verfahren, das zur Anwendung kommt, wenn der Knochen niedriger als 4 mm ist, erfolgt die Anhebung des Kieferhöhlenbodens von der Mundhöhle aus.

In einer ersten Operation wird zunächst die Sinuslift-Maßnahme durchgeführt. Die Implantate können erst nach ungefähr 4 bis 8 Monaten in den neu entstandenen Knochen eingesetzt werden, wobei der Zeitraum zwischen den beiden Eingriffen von der Art des verwendeten Auffüllmaterials abhängt.

Gründe für Zahnersatz

Wenn eine Zahnlücke nicht mit Zahnersatz versorgt wird, hat dies negative Auswirkungen zur Folge, die letztendlich auch den allgemeinen Gesundheitszustand beeinträchtigen. Daher beraten Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter ihre Patienten jeweils ausführlich und umfangreich über die verschiedenen Möglichkeiten der Versorgung mit Zahnersatz.

Das Fehlen von Zähnen führt zu einer gestörten Kau- und Abbeißfunktion und somit zu einer krankhaften Veränderung der Kaumuskulatur und im Bereich der Kiefergelenke. Durch das Herunterwachsen der Gegenzähne und das Verschieben der benachbarten Zähne kommt es zwangsläufig zu einer Fehl- und Überbelastung der verbliebenen Zähne.

Aus optischen Gründen bemüht sich der Patient bei Zahnlücken im Frontzahnbereich meist schnellstmöglich um eine Versorgung mit Zahnersatz. Davon abgesehen, dass ein kräftiges Abbeißen oder Zubeißen schon beim Fehlen eines einzigen Frontzahnes nicht mehr möglich ist, können massive Sprachprobleme, Lispeln oder unkontrolliertes Austreten von Speichel auftreten. Zudem führt die mangelnde Ästhetik zu einem verminderten Selbstbewusstsein und dadurch zu einer Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens.

Zu einer übermäßigen Belastung der vorderen Restzähne kommt es beim Verlust von Seitenzähnen, was zu Zahnlockerungen und somit zu weiterem Zahnverlust führen kann. Da die Seitenzähne nicht nur für das Kauen und Zerkleinern von Nahrung, sondern auch für das natürliche Verhältnis von Ober- zu Unterkiefer zuständig sind, kommt es bei einem dauerhaften Zahnverlust sowohl zu einer zusätzlichen Belastung der Restzähne als auch zu einer krankhaften Veränderung in den Kiefergelenken.

Die Veränderungen im Kiefer lassen sich schon daran erkennen, dass eine unversorgte Zahnlücke bereits nach relativ kurzer Zeit schmaler wird und der Gegenzahn in die Lücke herunterwächst. Da die übrigen Zähne wandern, zur Seite kippen und sich aus dem Kiefer bewegen, bilden sich unschöne Lücken und Nischen, in denen Speisereste hängen bleiben und Karies entstehen kann.

Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith bieten in ihrer Praxis in Bad Homburg diverse Versorgungsmöglichkeiten durch Zahnersatz an, da Zahnverlust, der nicht mit Zahnersatz versorgt wird, langfristig immer zu massiven Veränderungen des gesamten Zahnschemas und gerade im Frontzahnbereich zu einer Beeinträchtigung des optischen Erscheinungsbildes führt.

Interimsprothese

Für die Zeit der Wundheilung bzw. zur Einheilung des Zahnimplantats und zur Herstellung der endgültigen Prothese ist eine sogenannte Interimsprothese erforderlich.Diese Übergangsprothese oder provisorische Prothese dient als Ersatz fehlender Zähne und soll den Zeitraum zwischen der Zahnentfernung und der endgültigen Versorgung überbrücken.

Interimsprothesen dienen mehr der verbesserten Kosmetik und Sprachbildung als dem Erhalt des Kauvermögens, verhindern aber gleichzeitig ein Kippen der Nachbarzähne und halten somit die entstandene Zahnlücke offen. Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter klären jeweils schon im Vorfeld einer implantologischen Maßnahme mit dem Patienten ab, ob vor der endgültigen prothetischen eine solche provisorische Versorgung zum Schließen der Zahnlücke bzw. Zahnlücken erfolgen soll.

Interimsprothesen sind in der Regel einfach konstruiert und bestehen im Wesentlichen aus einer Kunststoffbasis, den zu ersetzenden Zähnen und aus Stahldraht gebogenen Halteelementen. Es handelt sich hierbei entweder um einfache Prothesen mit Kunststoffzähnen und gebogenen Klammern oder um Modellgussprothesen mit passgenauen, gegossenen Klammern.

Letztere werden nach dem chirurgischen Eingriff von einem Zahntechniker der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith auf einem Gipsmodell hergestellt, das anhand der Kieferabformung angefertigt wurde.

Das Provisorium sollte allerdings nicht länger als unbedingt erforderlich getragen werden, da die einfache, nicht abgestützte Konstruktion der Interimsprothesen bei längerer Tragedauer den Kieferknochen schädigen kann. Zudem führen die einfachen Halteelemente oft zu Schädigungen der benachbarten Haltezähne.

Wenn die an die Lücke angrenzenden Nachbarzähne jedoch später sowieso überkront werden, kann eine provisorische festsitzende Kunststoffbrücke für die gesamte Einheilzeit und somit über mehrere Monate eingesetzt werden.

Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team in Bad Homburg achten beim Einsetzen und bei den späteren Kontrollterminen stets darauf, dass die Interimsprothese nicht direkt auf der Schleimhaut aufliegt, da dies die Einheilung des Implantats gefährden kann.

Ursachen und Folgen des Zahnverlusts

Sofern Zahnverlust nicht traumatisch bedingt ist, entsteht er meist durch Karies oder Parodontose bzw. Parodontitis.

Bei der Zahnkaries handelt es sich um eine Erkrankung von Zahnschmelz und Zahnbein, dem sogenannten Zahnhartgewebe. Wenn sich die Karies bis zum Zahnnerv vorarbeitet, führt dies zu einer Erkrankung der Zahnwurzel. Ein daraus resultierender Zahnverlust lässt sich dann nur durch eine rechtzeitige Wurzelbehandlung oder durch eine operative Entfernung der Wurzelspitze vermeiden.

Obwohl der Begriff Parodontose weiter verbreitet und geläufiger ist, handelt es sich hierbei fachlich korrekt ausgedrückt immer um eine Parodontitis. Diese entsteht durch den vom Knochen ausgehenden Zahnbettschwund.

Bei einer Parodontitis ist in der Regel das gesamte Gebiss betroffen, allerdings kommt es erst relativ spät zu einer Lockerung der Zähne. Diese resultiert unbehandelt in einer dauerhaften Verschiebung und folglich in einer Vergrößerung der Abstände zwischen den einzelnen Zähnen. Wenn sich der Knochen entzündungsbedingt stetig abbaut, fallen letztendlich die ersten Zähne aus.

Da die verbleibenden Zähne dann die fehlenden ersetzen, kommt es zu Fehl- oder Überbelastungen, woraufhin gegebenenfalls weitere Zähne ausfallen oder entfernt werden müssen.

Der Kieferknochen muss dann nur noch wenige oder gar keine Zähne halten und baut sich in der Folge nach und nach ab. Eine Zahnersatzversorgung mit Implantaten durch Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihr Team ist in diesen Fällen nur noch in Verbindung mit umfangreichen Knochenaufbaumaßnahmen möglich.

Weitere Ursachen des Zahnverlusts können traumatisch bedingte Schlag- oder Stoßeinwirkungen durch Unfälle oder Gewalteinwirkungen sein, bei denen Zähne ausgeschlagen oder im Bereich der Zahnwurzel gebrochen werden. Tumorerkrankungen Diabetes oder Chemotherapien können ebenfalls zu Zahnverlust führen.

Der Verlust von Zähnen und somit von Zahnknochen führt durch das Einfallen der Weichteile des Gesichts immer zu einer Veränderung des Aussehens und der Mimik. Durch Vorbeugungsmaßnahmen und diverse Zahnerhaltungsmethoden in der Praxis von Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith in Bad Homburg kann diese Entwicklung in den meisten Fällen verhindert werden.

Da Implantate den Knochen erhalten, während durch herausnehmbare Prothesen, die oft unterfüttert und repariert werden müssen, der Kieferknochen schrumpft, ist diese Art der Zahnersatzversorgung natürlich die optimalste. Zudem gewährleisten die vielfältigen Methoden der Zahnimplantologie eine dauerhafte Ästhetik des äußeren Erscheinungsbildes.

Verschiedene Arten von Zahnersatz

Bei der Versorgung von Zahnlücken unterscheidet man zwischen festsitzendem, herausnehmbarem und der Kombination aus festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz. Diese drei Arten des Zahnersatzes nennt man konventionellen Zahnersatz, wenn er nicht mit Hilfe von Implantaten erfolgt.

Kombination aus festsitzendem und herausnehmbaren Zahnersatz

Bei der KONVENTIONELLEN KOMBINATION AUS FESTSITZENDEM UND HERAUSNEHMBAREM ZAHNERSATZ wird die herausnehmbare Prothese am einzementierten Präzisionselement befestigt. Bei dieser Form des Zahnersatzes müssen einige oder gegebenenfalls alle noch vorhandenen Zähne überkront werden.

Die sogenannte Primärkrone besteht aus einer dünnen Metallkappe, der eine verblendbare zahnähnliche Sekundärkrone aufgesetzt und diese an der Prothesenbasis befestigt wird. Die in diesem Verfahren gefertigten Prothesen bezeichnet man als Doppelkronen- oder auch Teleskopprothesen.

Alternativ dazu gibt es die sogenannten Geschiebeprothesen, die aus einer Patrize am festsitzenden Teil und einer Matrize am herausnehmbaren Teil bestehen.

Hierbei wird ein Präzisionsgeschiebe an einer Seite des Zahnersatzes angeschweißt, angelötet oder angegossen. Die Prothese kann anschließend mit einem exakt angepassten Matrizenteil aufgeschoben werden. Auf diesem Wege lassen sich auch mit Keramik verblendete Kronen und Brücken fertigen.

Die Vorteile des kombinierten Zahnersatzes liegen in der stabilen Verankerung und dem sehr guten Halt an der Restbezahnung, die gleichzeitig eine ideale Abstützung bietet. Sogar bei Überkronung aller Restzähne ist eine gaumenfreie Gestaltung möglich. Außerdem werden die zur Befestigung herangezogenen Zähne durch die guten Hygienebedingungen besser als bei "normalen" Teilprothesen vor Karies geschützt. Da keine Klammern sichtbar sind, lässt sich eine ästhetische Optik erzielen.

Nachteilig wirken sich sowohl die intensive Pflege als auch die hohen Kosten durch aufwendige zahnärztliche und zahntechnische Arbeitsschritte unter Verwendung einer Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffe aus. Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihre Mitarbeiter erörtern daher im ausführlichen Beratungsgespräch alle zu berücksichtigenden Vor- und Nachteile im Zusammenhang mit der Kombination aus festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz.

Konventioneller festsitzender Zahnersatz

Der KONVENTIONELLE FESTSITZENDE ZAHNERSATZ wird entweder einzementiert oder eingeklebt und lässt sich nur vom Zahnarzt wieder entfernen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Kronen oder Brücken, die auf beschliffenen Zähnen installiert werden. Der zu beschleifende Zahn wird hierzu von Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith oder einem ihrer Mitarbeiter teilweise oder vollständig bis unter das Zahnfleischniveau präpariert. Auf den beschliffenen Zähnen, die man auch Brückenanker nennt, werden dann je nach Ausmaß des Abschleifens Voll-, Teil- oder Dreiviertelkronen oder auch Inlays angebracht. Die zu ersetzenden Zähne, die man als Brückenglieder bezeichnet, werden mit Hilfe der Brückenanker auf den natürlichen Zähnen befestigt.

Bei diesen festsitzenden Brücken spricht man von Vollgussbrücken, wenn sie vollständig aus Metall bestehen, und von Vollkeramikbrücken, wenn sie aus Hochleistungskeramik hergestellt werden. Die meisten Brücken werden jedoch aus beiden Materialien gefertigt und nennen sich daher Metallkeramikbrücken.

Bei Metallkeramikbrücken wird auf das der Stabilität dienende Metallgerüst zahnfarbene Keramik aufgetragen, wodurch eine dem Originalzahn ähnelnde Optik erzielt wird. Bei den Metallbestandteilen handelt es sich meist um Gold- oder Nickel-Chrom-Legierungen, Titan oder auch reines Gold, wobei Titan und Gold die beste Biokompatibilität bei niedrigstem Allergierisiko garantieren. Obwohl auch Vollkeramik keine Gegenreaktion des Körpers hervorruft, sind Vollkeramikbrücken aufgrund ihrer mangelnden Biegefestigkeit nur bedingt zu empfehlen, wie z.B. bei schmalen Lücken oder wenigen zu ersetzenden Zähnen.

Für große Brückenkonstruktionen bietet sich hingegen die extrem feste Hochleistungskeramik aus Zirconiumdioxid an. Deren Herstellung ist zwar aufwendig und teuer, gewährleistet jedoch aufgrund ihrer weißen Farbe eine gute Verblendung. Die Entscheidung über die Art und Beschaffenheit einer Brücke hängt sowohl von den Ansprüchen hinsichtlich der Stabilität, als auch von der optischen Ästhetik und letztendlich den finanziellen Gesichtspunkten ab.

Die Vorteile des konventionellen festsitzenden Zahnersatzes liegen in der hohen Stabilität und langen Haltbarkeit. Dieser sicher verankerte Zahnersatz ermöglicht eine gute Optik bei gleichzeitiger Stabilisierung der eingefassten Restzähne.

Nicht zuletzt aufgrund erschwerter Hygienebedingungen kann es jedoch zu Komplikationen an den abgeschliffenen Zähnen kommen. Ein weiterer gravierender Nachteil ist das Schrumpfen des Kieferknochens im Bereich des Zahnersatzes, da dort keine Aktivität mehr stattfindet. Außerdem besteht weder die Möglichkeit einer Erweiterung noch des Erhalts der vorhandenen Zahnzwischenräume.

Konventioneller herausnehmbarer Zahnersatz

Zum KONVENTIONELLEN HERAUSNEHMBAREN ZAHNERSATZ zählen alle Voll- und Teilprothesen. Diese müssen vom Träger gemäß den entsprechenden Anleitungen und Empfehlungen von Dr. Nick, Dr. Florian Schnaith und ihrem Team täglich entfernt und gereinigt werden.

Voll- oder auch Totalprothesen werden ausschließlich von den Weichteilen gehalten und durch die Muskulatur stabilisiert, während Teilprothesen mit gebogenen oder gegossenen Klammern an den Restzähnen verankert werden. Bei herausnehmbaren Teilprothesen handelt es sich meist um eine aus Titan oder einer Chrom-Kobalt-Legierung gefertigte Stahlbasis mit Halte- und Stützelementen. Diese werden ebenfalls von einem Zahntechniker der Praxis Dr. Nick und Dr. Florian Schnaith nach genauester Vermessung gegossen und angepasst.

Übergangsprothesen werden aus Kunststoff und gebogenen Drahtklammern hergestellt und verfügen daher in der Regel nur über eine geringe Stabilität und mangelnde Präzision.

Die Vorteile durch den geringen Kostenaufwand und die einfache Herstellung von herausnehmbarem Zahnersatz wiegen die gravierenden Nachteile allerdings nicht auf, die sich durch häufig erforderliche Reparaturen und Unterfütterungen sowie das nachlassende Haltevermögen ergeben. Außerdem kommt es, von der unschönen Optik durch Klammern im sichtbaren Bereich abgesehen, zwangsläufig nicht nur zu Schädigungen der Restzahnsubstanz durch Karies, sondern auch zur Beeinträchtigung der Restzähne aufgrund unkontrollierter, durch die Klammern übertragener Hebelkräfte.